Laufwasserkraftwerke
Dieser Kraftwerkstyp nutzt die Energie der Wassermengen grosser Flüsse. Der Niveau-Unterschied zwischen Ober- und Unterwasserspiegel ist gering im Vergleich zum Hochdruck-Speicherwasserkraftwerk, doch kann im Tiefland die Aufstauung des Oberwasserspiegels um wenige Meter zu ausgedehnten Stauseen führen. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Es gibt in der Schweiz bekannte Beispiele für Stauseen im Mittelland, deren Ufer zu ausgedehnten Naturreservaten oder Erholungsgebieten geworden sind (Beispiele: Klingnau, Eglisau, Bremgarten-Zufikon, etc.).
Das Niederdruck-Laufwasserkraftwerk muss entsprechend der Wasserführung des Flusses in Betrieb stehen. Das Abschalten von Turbinen würde zu unzulässigem Hochstau des Oberwassers führen. Dies wird durch Öffnen der Wehrschützen vermieden, wodurch jedoch wertvolle Energie verloren geht. Deshalb ist das Flusskraftwerk der «klassische» Lieferant von Grundlast- oder Bandenergie. Die häufigste Turbinenform für Niederdruckwerke ist die vertikalachsige Kaplanturbine und in neuerer Zeit die Rohrturbine.

