Biomasse Verbrennung
Biomassekraftwerk – Energie aus Holz
In einem Holzkraftwerk wird Holz anstelle von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrannt. Ansonsten basiert ein Holzkraftwerk auf dem gleichen Wirkungsprinzip wie ein Kohlekraftwerk. Beides sind Dampfkraftwerke, in denen Wasser einen thermodynamischen Kreisprozess durchläuft, wobei die Wärme eines Feuers in elektrische Energie umgewandelt wird.
In einem geschlossenen System wird Wasser unter hohem Druck in einem Kessel verdampft und überhitzt. Der Dampf wird in einer Dampfturbine entspannt, die einen elektrischen Generator antreibt. Der entspannte Dampf wird mit einem Kühlmittel zu Wasser kondensiert, das Speisepumpen wieder dem Dampferzeuger zuführen.
Der bedeutende Unterschied liegt jedoch im verwendeten Brennstoff. Holz ist im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen CO₂-neutral, denn das bei der Verbrennung frei werdende CO₂ wird zuvor von den Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen. Vor allem minderwertige Holzsortimente wie Waldrestholz, Sägewerk-Restholz und auch Altholz werden als Brennholz verwendet. Grundsätzlich ist eine Zerkleinerung des Holzes zu Hackschnitzeln erforderlich. Ein Holzkraftwerk mittlerer Grösse benötigt 100 000 Tonnen Holz pro Jahr und produziert Strom für 24 000 Haushalte.


