Stromproduktion in Europa
Die Zusammensetzung der Stromproduktion nach Primärenergieträgern in der EU – 25, der Schweiz und in den Nachbarländern Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich.
Ziel der Europäischen Union (25 Länder) ist es, bis im Jahr 2010 einen Anteil von 12% des Energiegesamtverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken (Zahlen: 2005).
Die Stromproduktion der Schweiz ist dank den zwei Hauptpfeilern Kernenergie und Wasserkraft praktisch CO2-frei. Der grösste Anteil aus konventionell-thermischen Anlagen stammt aus Kehrichtverbrennungsanlagen und Industrie-Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen (Zahlen: 2003).
Deutschland ist daran, die Produktion von erneuerbaren Energien stark zu erhöhen. Bis 2020 will Deutschland aus der Kernenergie aussteigen (Zahlen: 2005).
Frankreich ist das klassische Kernenergieland. Auch der Ersatz alter Anlagen und der weitere Ausbau der Stromproduktion wird voraussichtlich durch neue Kernkraftwerke geschehen. Frankreich hat den Bau des ersten EPR 1600 bereits beschlossen (Zahlen: 2005).
Italien hat 1987 beschlossen, auf die Kernenergie zu verzichten. Italien ist ein ausgesprochenes Stromimportland und bezieht ca. 20% seines Bedarfs aus dem Ausland, unter anderem aus der Schweiz (Zahlen: 2005).
Österreich hat 1978 trotz fortgeschrittenem Bau der ersten Kernenergieanlage (Zwentendorf) beschlossen, auf die Kernenergie zu verzichten. Die Stromproduktion in Österreich basiert zu 2/3 auf der Wasserkraft (Zahlen: 2005).