Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Axpo steigert operatives Ergebnis

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11.06.2021 - Die Axpo Gruppe erzielte im ersten Semester des Geschäftsjahres 2020/21 (1. Oktober 2020 bis 31. März 2021) ein gutes Ergebnis. Vor Sondereffekten erhöhte sich das operative Ergebnis (bereinigter EBIT) gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 515 Mio. CHF. 

  • Operatives Ergebnis von 515 Mio. CHF erzielt; leicht höher als im Vorjahr
  • Im Rahmen der Strategieumsetzung internationale Präsenz ausgebaut, in erneuerbare Energien investiert, Wasserstoff- und Batterieaktivitäten lanciert und Avectris verkauft

Die Axpo Gruppe erzielte im ersten Semester des Geschäftsjahres 2020/21 (1. Oktober 2020 bis 31. März 2021) ein gutes Ergebnis. Vor Sondereffekten erhöhte sich das operative Ergebnis (bereinigter EBIT) gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 515 Mio. CHF.  

Christoph Brand, CEO von Axpo: «Wie das gute Ergebnis für das erste Semester des Geschäftsjahres 20/21 zeigt, sind wir im operativen Geschäft stabil unterwegs. Gleichzeitig sind wir daran, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir haben unsere internationale Präsenz ausgebaut, investieren weiterhin erfolgreich in erneuerbare Energien und zusätzlich in zukunftsträchtige Technologien wie Batterien und Wasserstoff. Auch in der Schweiz würden wir gerne deutlich mehr in erneuerbare Energien investieren. Daher haben wir verschiedene Lösungsvorschläge in die politische Diskussion eingebracht wie beispielsweise die gleitende Marktprämie. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass der Übergang in eine CO2-freie Energiezukunft vorankommt».

Operativ gut unterwegs

Der Anstieg des abgesicherten Strompreisniveaus im Strommarkt führte bei Axpo im ersten Semester des Geschäftsjahres 2020/21 zu einem Anstieg der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 115 Mio. CHF auf 2’902 Mio. CHF.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 722 Mio. CHF. Beim Vergleich des Betriebsergebnisses mit dem Vorjahr müssen insbesondere die Wertschwankungen der Fonds für die Stilllegung und Entsorgung der Kernkraftwerke (STENFO) berücksichtigt werden. Der Einbruch an den Finanzmärkten im März 2020 hatte in der Vorjahresperiode einen stark negativen Einfluss auf die sich in der Erfolgsrechnung niederschlagende STENFO-Rendite. In der aktuellen Berichtsperiode trieb die positive Entwicklung an den Finanzmärkten die STENFO-Rendite hingegen in die Höhe.

Bereinigt um diese Schwankungen der Finanzmärkte und die einmalige zusätzliche Entschädigung für die Übertragung des Stromnetzes an Swissgrid (auf Basis des Entscheids der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom) resultierte ein leicht höheres operatives Ergebnis als im Vorjahr von 515 Mio. CHF. Diese Steigerung ist insbesondere auf höhere Produktionserlöse zurückzuführen. Diese machten den Rückgang des Handelsergebnisses, das in der Vorjahresperiode ausserordentlich hoch ausfiel, mehr als wett.

Das Unternehmensergebnis belief sich auf 781 Mio. CHF. Auch hier leistete die Entwicklung an den Finanzmärkten in der Berichtsperiode einen stark positiven Beitrag. Die Nettoschulden erhöhten sich bei nach wie vor hoher Liquidität von 1'181 Mio. CHF auf CHF 1'229 Mio. CHF. Das Eigenkapital stieg von 6'734 Mio. CHF auf 7'626 Mio. CHF. 

Führende Position in Stromvermarktung untermauert

In der Berichtsperiode hat Axpo ihre Rolle als führende Vermarkterin von erneuerbarer Energie in Europa untermauert und unter anderem mit CGN Europe Energy ein PPA für die Vermarktung des gesamten Stroms des grössten belgischen Onshore-Windparks abgeschlossen. Der 82-MW-Windpark produziert mit seinen 11 Turbinen rund 150 GWh Strom pro Jahr. Einen sehr bedeutenden Stromliefervertrag hat Axpo in Polen abgeschlossen: Axpo Polska wird künftig Johnson Matthey, Marktführer im Bereich nachhaltiger Technologien, für den Betrieb eines Werks in Konin zur Herstellung von Elektroauto-Batterien mit grünem Strom beliefern. Das Werk wird voraussichtlich 2022 in Betrieb gehen. 

International: in erneuerbare Energien und neue Technologien investiert und Präsenz ausgebaut

Volkswind und Urbasolar setzten ihren Wachstumskurs fort. Volkswind hat in der Berichtsperiode Projekte mit rund 80 MW realisiert. Bei Urbasolar sind Projekte von 300 MW in Bau, die noch im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen werden. Für die Geschäftsfelder Batterien und Wasserstoff baut Axpo derzeit je eine eigene Abteilung auf. Batterien und Wasserstoff werden in den kommenden Jahren rasch an Bedeutung gewinnen, um Strom aus erneuerbaren Quellen zu speichern und permanent verfügbar zu machen. In allen Bereichen will Axpo das Wachstum in den bestehenden Märkten beschleunigen und neue Märkte erschliessen. In diesem Zusammenhang hat Axpo Ende 2020 in Singapur und Griechenland neue Niederlassungen eröffnet und damit ihre internationale Präsenz weiter verstärkt.  

Schweiz: Wachstum durch Rahmenbedingungen eingeschränkt 

Während Axpo in den internationalen Märkten das Wachstum bei den erneuerbaren Energien vorantreibt, bieten sich dazu in der Schweiz aufgrund der Rahmenbedingungen immer noch wenig Möglichkeiten. Dennoch geht Axpo als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien weiter voran. Das zeigt das einzigartige Projekt «AlpinSolar», bei dem im Juni die Bauphase begonnen hat. Die von Axpo initiierte alpine Solar-Grossanlage auf der Muttsee-Staumauer wird als Gemeinschaftsprojekt zusammen mit IWB realisiert. Der Detailhändler Denner wird den alpinen Solarstrom im Rahmen des ersten grossen Solar-PPA der Schweiz während 20 Jahren beziehen. Im Retail-Geschäft mit Solarenergie ist Axpo mit ihrer Tochter CKW ausgehend von ihrem Markt in der Zentralschweiz erfolgreich und für die Zukunft ambitioniert. CKW fokussiert sich in diesem Bereich auf Photovoltaik-Anlagen auf Hausdächern und grösseren Gebäuden oder öffentlichen Einrichtungen. Mit im Mai 2021 angekündigten Übernahme der Solarville AG weitet die CKW dieses Geschäftsfeld auf die ganze Deutschschweiz aus. 

In den kommenden Monaten wird Axpo die Umsetzung der Konzernstrategie weiter vorantreiben. Gestützt werden die laufenden Wachstumsinitiativen der Gruppe durch eine Reihe von übergreifenden Initiativen, beispielsweise im Bereich Advanced Analytics und Datenplattformen. Eine wichtige Rolle bei den übergreifenden Initiativen wird auch Henriette Wendt spielen, die am 1. Juni 2021 als Chief Operating Officer und Mitglied der Konzernleitung von Microsoft Schweiz zu Axpo gestossen ist.

Ausblick

Das höhere Strompreisniveau ermöglicht es Axpo, die Produktion zu höheren Preisen abzusichern. Seit Januar 2021 zeigt sich im Markt eine Tendenz, dass näherliegende Jahre, also 2022 und 2023, höhere Preise erreichen als spätere Jahre. Ein gegenüber heute höheres Preisniveau ist allerdings auch für die späteren Jahre erkennbar und wird sich in den kommenden Geschäftsjahren in der Tendenz positiv auf das Ergebnis auswirken.

Aufgrund der Volatilität der Finanzmärkte ist auch in Zukunft mit Wertschwankungen der STENFO und des Wertschriftenportefeuilles zu rechnen, die sich auf das Ergebnis auswirken. Das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr wird unter anderem durch die weiteren Auswirkungen der Pandemie beeinflusst. Im ersten Halbjahr waren die Ausfälle durch Zahlungsunfähigkeit der Kunden bei Axpo gering. Sollte sich die wirtschaftliche Lage stabilisieren, werden in diesem Zusammenhang keine negativen Auswirkungen auf das Ergebnis erwartet. Unter Berücksichtigung der im ersten Halbjahr angefallenen Sondereffekte und in Erwartung eines weiterhin soliden operativen Geschäfts rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem niedrigeren operativen Ergebnis als im Vorjahr.

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