Über Axpo Biomasse

Wir machen das Beste aus Bioabfällen und gewinnen daraus erneuerbare Energie und natürliche Ressourcen für die Zukunft. In Bioabfällen steckt CO2-neutrale, erneuerbare Energie. Bei der Vergärung in einer unserer fünfzehn Kompogas-Anlagen entsteht aus dem Bioabfall methanhaltiges Biogas und Gärgut. Das Biogas nutzen wir für die Strom- und Wärmeproduktion oder speisen es in Gasnetze ein. Das Gärgut kann als Dünger verwendet werden und gelangt so zurück in die Landwirtschaft. Auf unseren fünf Kompostierplätzen stellen wir aus biogenen Abfällen mit weniger Energiegehalt, dafür aber einem hohen hölzernen Anteil Kompostprodukte höchster Qualität her. Die mobilen Dienste im Bereich der Grüngutauf- und Nachbereitung runden das vielfältige und umfassende Portfolio ab.

Der geschlossene ökologische Kreislauf

Wir sind seit mehr als 20 Jahren in der nachhaltigen Verwertung von Bioabfällen tätig und haben Erfahrung und Wissen in allen Bereichen von der Abfalltrennung über die Grüngutsammlung, Verarbeitung, Energieproduktion bis zum Dünger. Wir schliessen mit der Verwertung wertvoller Stoffe Kreisläufe und gewinnen Energie und Ressourcen für künftige Generationen.

Vergärung

Bei der Vergärung werden biogene Abfälle zu Biogas, Strom, Wärme und Dünger verarbeitet. Axpo nutzt dabei das Kompogas-Verfahren. Dieses basiert auf der kontinuierlichen Trockenvergärung von Bioabfällen unter Ausschluss von Sauerstoff. Dabei wird CO2-neutrales Methan produziert, das in einem Blockheizkraftwerk in Ökostrom und Wärme umgewandelt oder zu Biogas in Erdgasqualität aufbereitet wird. Dank bewährter Technologie nutzen die Kompogas-Anlagen das Energiepotenzial von Bioabfällen maximal: Aus einer Tonne können je nach Art des Bioabfalls bis zu 1000 Kilowattstunden Energie erzeugt werden. Als Nebenprodukt bleiben rund 900 Kilogramm Naturdünger in fester und flüssiger Form übrig.

Private können den Naturdünger auf unseren Anlagen beziehen. Bringen Sie Ihre Verpackung mit und füllen Sie Ihren Naturdünger selber ab.

Anlieferung und Aufbereitung

Der erste Schritt im Betriebsablauf einer Kompogas-Anlage ist die Annahme des gesammelten Bioabfalls. Er wird im Tiefenbunker abgeladen und mit einem elektronisch gesteuerten Kran in den Shredder befördert. Dieser zerstückelt die Abfälle auf eine Korngrösse von maximal 60 mm. Nach dem Sternsieb wird das zerkleinerte Material über ein Förderband und über die Förderschnecke dem Fermenter zugeführt.

Der Pfropfenstromfermenter ist das Herzstück der Anlage. Hier müssen gleichmässige Bedingungen für den Vergärungsprozess herrschen. Diese werden sichergestellt durch:

  • eine sanfte und kontinuierliche Vermischung der Biomasse mit den Mikroorganismen durch ein robustes Rührwerk
  • eine kontinuierliche und vollautomatische Beschickung des Fermenters rund um die Uhr
  • den Gärprozess im Fermenter basierend auf der anaerob-thermophilen Trockenvergärung bei einer konstanten Temperatur von ca. 55°C, optimal für das Wachstum der Mikroorganismen

Die Biomasse bleibt rund 14 Tage im Fermenter. Verbunden mit der Temperatur von 55°C wird das Material zuverlässig hygienisiert (keimfrei gemacht) und Unkrautsamen werden abgetötet.

Kompostierung

Biogene Abfälle mit hohem Holzanteil und wenig Energiegehalt werden unter Zufuhr von Sauerstoff verwertet. Der mehrmonatige Aufbereitungsprozess ergibt Kompostprodukte höchster Qualität, die im Gartenbau und der Landwirtschaft vielseitig einsetzbar sind. Der Boden erhält wertvolle Nährstoffe und der natürliche Kreislauf wird auf diese Weise geschlossen.

Anlieferung und Aufbereitung

In einem ersten Schritt wird das biogene Material auf den Plätzen abgeladen und sortiert. Anschliessend werden die Fremdstoffe aussortiert. In einem zweiten Schritt wird das Grüngut triagiert und geschreddert, damit das zerkleinerte Material anschliessend zu langen Reihen, sogenannten Mieten angehäuft werden kann. 

Bewirtschaftung und Weiterverarbeitung

Die Mieten werden mit Strukturmaterial und Altkompost gemischt und anschliessend regelmässig umgeschichtet, damit Sauerstoff und Wasser in die Miete gelangen kann, was für den Rotteprozess essentiell ist. Je nach gewünschtem Endprodukt wird dieser Prozess unterschiedlich lange ausgeführt. Für Frischkompost rechnet man mit ungefähr sechs Monaten, für gut ausgereiften Kompost mir gut zehn Monaten. Am Schluss wird der Kompost auf die gewünschte Körnung gesiebt und je nach Einsatz werden Zuschlagstoffe beigemischt. Mittels Beigabe von Humus oder kalkarmem Sand erhält man Substrate für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete. 

Kompostierung auf einen Blick

Mobile Dienstleistungen

Als Spezialistin in der Aufbereitung von Biomasse bieten wir diverse Dienstleistungen zur fachgerechten Aufbereitung von Grüngut vor Ort und in der Bewirtschaftung von Kompostierplätzen an. Mit unserem Angebot richten wir uns an Gemeinden, Kompostierplätze, Sägereien, industrielle Heizkraftwerke, Holzkraft- und Erdenwerke.

Mobile Dienste auf einen Blick

Privatkunden

Gartenprodukte

Privatkunden können biogene Abfälle an unseren Standorten entsorgen und hochwertige Kompost-, Dünger- und Holzprodukte beziehen.

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Gerne beraten wir Sie zu unseren Produkten und Dienstleistungen. 

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Michael Schoch

Verkaufsberater Biomasse Region Ostschweiz

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Raphaël Bapst

Verkaufsberater Biomasse Region Westschweiz