Wie Axpo Nachhaltigkeit lebt

Nachhaltigkeit

Axpo besteht seit mehr als 100 Jahren. Das zeigt, dass wir unsere Verpflichtung ernst nehmen, den Kriterien der Wirtschaftlichkeit, der Ökologie und der sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Nachhaltigkeit hat bei Axpo also eine lange Tradition. Und wir leben sie jeden Tag von Neuem.

Nachhaltigkeitspolitik

Axpo will in allen strategischen und operativen Tätigkeiten und in der ganzen Wertschöpfungskette nachhaltig arbeiten. Es ist unser Ziel, im Bereich Nachhaltigkeit das führende Energieunternehmen in der Schweiz zu bleiben. Nachhaltigkeit ist für Axpo deshalb mehr als ein Modewort.

Best Practice

Die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedeten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) sollen bis ins Jahr 2030 auch von den Energieunternehmen getragen werden. Axpo mischt dabei vorne mit: In einer Arbeitsgruppe des CIGRE-Netzwerks erarbeitet Christian Capello, Nachhaltigkeitsmanager bei Axpo, Best Practice Guidelines für die Branche, die in allen 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angewendet werden können.

 

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Ziele und Handlungsfelder

Der Fokus des Nachhaltigkeitsengagements der Axpo ist einerseits auf ihre unternehmerische Sicht und alle damit verbundenen strategischen und operativen Tätigkeiten gerichtet. Andererseits ist Axpo auch Teil der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft. Auf Basis dieses breiten Nachhaltigkeitsverständnisses verpflichtet sich Axpo zu den folgenden sechs Handlungsfeldern und arbeitet an der Erreichung der darin gesteckten Ziele.

Die Herausforderung: Die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs ist eine prioritäre Herausforderung. Die zentralen Megatrends «Dekarbonisierung», «Dezentralisierung» und «Digitalisierung» führen zu einer fundamentalen Transformation des Energiemarkts. Es gilt für Axpo, Antworten auf diese Transformation zu finden. Die Herausforderung ist jedoch, dass die zur Verfügung stehenden Mittel limitiert sind. Auf Grund der substantiellen Produktionskapazitäten über die Axpo verfügt, ergibt sich eine starke Abhängigkeit von der Entwicklung der Grosshandelspreise, was die Sicherung der Refinanzierung dieses kapitalintensiven Geschäfts beeinflusst. Zwar haben die Grosshandelspreise die Tiefstände von 2015/16 überwunden und eine Erholung zeichnet sich ab. Um die Kapitalmarktfähigkeit langfristig zu gewährleisten, bleibt das Investitionskapital jedoch limitiert.

Das tut Axpo: Das zur Verfügung stehende Investitionskapital wird eingesetzt, um weiter in den bestehenden, strompreisunabhängigen Geschäftsfeldern zu wachsen. Zudem wird die Innovationsfähigkeit gezielt gestärkt und die digitale Transformation vorangetrieben. Dadurch wird die Effizienz in den bestehenden Geschäftsaktivitäten erhöht und die notwendigen Fähigkeiten werden erlangt, um neue Geschäftsfelder zu identifizieren und erfolgreich zu erschliessen. Hierfür werden neue Ansätze gefordert sein, um die verschiedenen Fähigkeiten innerhalb von Axpo und in Zusammenspiel mit externen Partnern gezielt zu bündeln. 

Die Herausforderung: Der Klimawandel gehört zu den globalen Megatrends unserer Zeit – seinen mehrheitlich negativen Folgen kann nur durch ein ebenso globales Umdenken und Handeln entgegengewirkt werden. Mit dem Übereinkommen von Paris vom Dezember 2015 verpflichten sich die Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen auf eine Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf maximal 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten, wobei eine Begrenzung von 1,5 °C angestrebt wird. Bei der Umsetzung dieses Ziels können entwickelte Industrienationen wie die Schweiz eine Vorreiterrolle einnehmen.

Das tut Axpo: Der Beitrag der Axpo liegt in der tiefen Treibhausgasintensität ihres Produktionsmix sowie in der Steigerung der Energieeffizienz. Die relevanten Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz liegen in der Instandhaltung der Produktionsanlagen mit modernster effizienter Technologie, der Reduktion von Energieverlusten auf den Verteilnetzen sowie der sparsamen und effizienten Energienutzung beim Betrieb der Gebäude. Zudem unterstützt Axpo ihre Kunden in ihrem Vorhaben, die eigene Energieeffizienz zu erhöhen. 

Die Herausforderung: In der heutigen globalisierten Welt sind die Lieferketten komplex und die Einflussmöglichkeiten insbesondere auf Unterlieferanten und deren Zulieferer oftmals gering.

Das tut Axpo: Um ihrem Verständnis einer nachhaltigen Unternehmensführung gerecht zu werden, bezieht Axpo ihre Geschäftspartner verbindlich in die eigene Unternehmensverantwortung mit ein. Dies macht Axpo über ihren Kodex für Geschäftspartner. 

Die Herausforderung: Das Energiesystem befindet sich europaweit im Wandel. Die dezentralen Elemente nehmen zu, der passive Verbraucher wandelt sich zum anspruchsvollen Kunden und «Prosumer» und erneuerbare Energien werden aufgrund sich ändernder Kundenbedürfnisse und stetig sinkender Kosten rasant zugebaut. Gleichzeitig wird in vielen europäischen Ländern die staatliche Förderung von erneuerbaren Energien mit fixer Einspeisevergütung durch marktnahe Fördermechanismen abgelöst oder sogar komplett abgeschafft. Diese Regulierungsänderungen haben zur Folge, dass Investoren von Neuanlagen verstärkt auch dem Risiko sich ändernder Grosshandelspreise ausgesetzt sind. Durch eine Zunahme der erneuerbaren Energien muss deren volatile Stromproduktion nachfragegerecht angepasst werden können. Dadurch gewinnen auch Technologien zur Stromspeicherung weiter an Bedeutung.

Das tut Axpo: Axpo trägt mit verschiedenen Geschäftsaktivitäten zur Neugestaltung des Energiesystems bei. In der Schweiz ist Axpo der führende Produzent von erneuerbar Energie. Zudem ermöglichen die flexiblen Wasserkraftwerke – wie das neue Pumpspeicherwerk Limmern – die Bereitstellung von Regelkapazität für den Ausgleich der volatilen Stromproduktion. Mit der Übernahme des Windparkentwicklers Volkswind 2015 sowie des Photovoltaikentwicklers Urbasolar im Jahr 2019 verstärkte Axpo ihre Aktivitäten in der Entwicklung erneuerbarer Energien wie Onshore-Windparks in Deutschland und Frankreich sowie solare Grossanlagen in Frankreich. Dadurch vergrösserte Axpo auch ihr eigenes Portfolio an erneuerbaren Energien im europäischen Ausland.

Neben dem Bau und Betrieb von eigenen Anlagen positioniert sich Axpo als einer der führenden Vermarkter von Strom aus erneuerbaren Energien in Europa. Die bewirtschafteten Kundenportfolios beinhalten hauptsächlich Wind und Photovoltaik und verteilen sich über ganz Europa. Indem Axpo Investoren von erneuerbaren Energien individuelle und langjährige Stromabnahmeverträge anbietet, wird der Neubau von Anlagen ermöglicht, welche nicht mit einer festen Einspeisevergütung subventioniert werden. Dank dieser «Power-Purchase Agreements (PPAs)» erhalten Investoren Planungssicherheit, insbesondere wenn sie nicht über Stromvermarktungskompetenz verfügen. Vermehrt treten neben institutionellen Investoren wie Pensionskassen oder anderen Anlagefonds auch Grossunternehmen auf, die sich im Rahmen von verschiedenen Initiativen perspektivisch zu einer 100 Prozent erneuerbaren Stromversorgung bekennen (z.B. RE100-Initiative). 

Dem Trend hin zu zunehmend dezentralen und intelligent steuerbaren Elementen im Energiesystem begegnet Axpo über ihr Tochterunternehmen CKW sowie an den Standorten in Italien und Spanien mit der Entwicklung und dem Vertrieb von «Smart Energy»-Produkten. Für Privat- und Gewerbekunden werden Produkte und Dienstleistungen mit Fokus auf dezentrale Produktion und optimierten Verbrauch (Photovoltaik, Batterien, E-Mobility), Wärmelösungen sowie intelligente Steuerung angeboten. Für Geschäftskunden werden Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Flexibilitätsmanagement und im Bereich Gebäudetechnik angeboten.

Die Herausforderung: Der Erfolg und das langfristige Fortbestehen der Axpo gründen auf den Leistungen, der Motivation sowie der Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden.

Das tut Axpo: Axpo strebt insbesondere in Zeiten der Ausrichtung auf neue Geschäftsfelder und Dienstleistungen eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit an. Denn dies ist die Voraussetzung für gute Leistung und Treiber von Innovationen. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird periodisch mittels einer konzernweiten Mitarbeiterbefragung erhoben und aus dieser werden Verbesserungsmassnahmen abgeleitet. Zudem ist die Gewährleistung der Arbeitssicherheit, insbesondere beim Bau und Betrieb von Produktionsanlagen und Netzen, zentral. 

Die Herausforderung: Als Unternehmen der öffentlichen Hand hat Axpo gegenüber der Gesellschaft eine besondere Pflicht.

Das tut Axpo: Für Axpo basiert glaubwürdiges Engagement auf einem offenen und ehrlichen Dialog mit allen Anspruchsgruppen und auf der Verwurzelung in den Standortregionen. Dabei legt Axpo den Fokus auf die transparente und politisch neutrale Vermittlung von Wissen zu allen Aspekten der Energie in ihren Besucherzentren und Kraftwerken, eine umfassende Jahresberichterstattung zu allen für Axpo relevanten Nachhaltigkeitsthemen sowie die Unterstützung von über 200 verschiedenen Organisationen, Institutionen und Projekten, die sich kulturell und ökologisch oder für den Nachwuchs- und Behindertensport engagieren.