Weniger Strommasten im Naturpark Schaffhausen

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16.09.2020 – Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit plant Axpo, die Spannung auf ihren Leitungen in der Region Schaffhausen zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts wird die bestehende Freileitung durch den Naturpark Schaffhausen abgerissen und in den Boden verlegt. Insgesamt 70 Masten werden entfernt, was die Landschaft massiv aufwertet. Die Plangenehmigung ist erfolgt.

Der Ausbau der Netzinfrastruktur ist die Basis einer sicheren Stromversorgung. Um den wachsenden Ansprüchen gerecht zu werden, erhöht Axpo auf ihrem überregionalen Verteilnetz die Spannung sukzessive von 50 kV auf 110 kV. Im Rahmen dieses Projekts wird die bestehende Freileitung zwischen dem Unterwerk Wilchingen und dem Unterwerk Neuhausen (Mast 1 bis Mast 70) im Kanton Schaffhausen neu auf einer Strecke von insgesamt 13.3 Kilometer verkabelt. Der Entscheid für diese Lösungsvariante erfolgte im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und verschiedenen Interessensgruppen. Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) hat der Axpo die Genehmigung für die Planvorlage erteilt.

Die Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (EKS) plant ihre 16-kV-Leitungen im Gebiet zwischen Neuhausen und Wilchingen im Zuge dieses Projekts ebenfalls zu verkabeln, so dass Synergien genutzt werden können.

Bauarbeiten mit Rücksicht auf Naturpark

Die Leitung führt grösstenteils durch den Naturpark Schaffhausen, der als besonders schützenswerte Landschaft von nationaler Bedeutung gilt. Mit Rücksicht auf das Naturland werden ab dem Unterwerk Wilchingen die Kabelrohre mittels Pflügen direkt in den Boden verlegt. Diese Methode ist gegenüber dem Bau von betonierten Kabelrohrblöcken effizienter und schonender für den Boden, da insbesondere auf Baupisten durch Naturland verzichtet werden kann. Das Pflügen verhindert zudem Umschichtungen von Erdmaterial. Bei Arbeiten im Wald wird die Brut- und Setzzeit der Wildtiere berücksichtigt. Durch die gewählte Methode können die Bauarbeiten insgesamt schneller und mit weniger Belastung für Menschen, Tiere und Landschaft durchgeführt werden.

Mit den Bauarbeiten wird Ende 2020 begonnen. Ab diesem Zeitpunkt ist mit Baustellenverkehr zu rechnen. Die bestehende Freileitung wird zurückgebaut, wenn die neue Kabelleitung in Betrieb ist.

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