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Linthal 2015: erfolgreicher Durchstich des zweiten Druckschachts – Gesamtprojekt auf Kurs

13.03.2013 - Mit dem erfolgreichen Durchstich des zweiten Druckschachts sind die künftigen Wasser-wege zwischen dem Muttsee und der Maschinenkaverne des neuen Pumpspeicherwerks Limmern vollständig ausgebrochen. Da sich die Durchquerung einer Störzone schwieriger als erwartet gestaltete, erfolgte der Durchstich später als geplant. Insgesamt sind die Arbeiten des Grossprojekts "Linthal 2015" auf Kurs.

Der nun durchbrochene zweite Druckschacht liegt parallel zum ersten, der im Oktober 2011 durch-stossen wurde. Die beiden Druckschächte sind mit einer Länge von je 1030 Metern Teil des Trieb-wassersystems zwischen dem Muttsee auf 2500 m.ü.M. und der neuen unterirdischen Maschinen-kaverne auf 1700 m.ü.M.

Die Tunnelbohrmaschine war im Februar 2012 gestartet. Auf dem 90%-steilen Bohrpfad von der Maschinenkaverne in die Schieberkammer galt es wie schon beim ersten Druckschacht, eine bekannte Störzone, den so genannten Mörtalbruch, zu durchqueren. Die rund zehn Meter breite Störzone erwies sich als noch schwieriger als aufgrund der Erfahrung aus dem ersten Druck-schacht vermutet. Somit waren noch aufwändigere Stütz- und Felssicherungsmassnahmen erfor-derlich, um der 700 Tonnen schweren Tunnelbohrmaschine die Durchquerung zu ermöglichen. Der heutige Durchstich erfolgte deshalb mit einer Verzögerung von rund drei Monaten gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Für das Gesamtprojekt Linthal 2015 ist dies jedoch nicht zeitkritisch, da insgesamt die Arbeiten auf Kurs bzw. teilweise voraus (Staumauerbau Muttsee) sind. Axpo und die Kraftwerke Linth-Limmern AG gehen weiterhin davon aus, dass die Inbetriebnahme der ersten Maschinengruppe des neuen Pumpspeicherwerks Limmern wie geplant gegen Ende 2015 erfolgen kann.

Im Beisein von Vertretern der Eigentümer, der Bau- und Kraftwerksleitung, der Baumannschaften und geladenen Gästen vorwiegend aus dem Kanton Glarus sowie Medienvertretern wurde der erfolgreiche Durchstich des zweiten Druckschachts mit einer Feier in der Kaverne der Kraftwerke Linth-Limmern in Tierfehd abgeschlossen.

Insgesamt kommt das Projekt "Linthal 2015", das grösste Bauvorhaben im Energiebereich in der Schweiz, planmässig voran. Auf der Muttenalp ist der Staumauerbau saisonbedingt zwar bis zur Schneeschmelze eingestellt, in den übrigen Bereichen laufen die diversen Bauarbeiten jedoch auf Hochtouren. Die umfangreichsten Arbeiten betreffen den 4 km langen Zugangsstollen von Tierfehd in die neue Kavernenzentrale, in dem noch vor Jahresende eine Standseilbahn zum Transport der schweren Maschinenteile in Betrieb genommen werden soll, die Panzerung der Druckschächte sowie den Innenausbau von Maschinen- und Transformatorenkaverne. Im kommenden Frühling werden zudem die Arbeiten an den beiden Ein- und Auslaufbauwerken im Stausee Limmernboden aufgenommen. Hierzu wird der See ab Mai auf ein Minimum abgesenkt werden.

Axpo Holding AG

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