Axpo international: Stromhandel und Erneuerbare

So funktioniert's

Geschäft ist Geschäft, ob nun in der Schweiz oder international – möchte man meinen. Ja – aber nicht nur. Natürlich kann Axpo mit Schweizer Tugenden und Werten international punkten – aber das alleine und eine breite, auf individuelle Kundebedürfnisse zugeschnittene Palette an Angeboten und Dienstleistungen reichen nicht. Zentral am Geschäft von Axpo international ist unsere Präsenz vor Ort. Deshalb sind wir derzeit in 32 Ländern und in über 40 Märkten in Europa, Nordamerika und Asien präsent. Überall setzen wir auf das Know-how unserer lokalen Experten: Sie kommen aus den Ländern, in denen sie arbeiten, sie kennen die Eigenheiten des jeweiligen Marktes und sie wissen, wo die Kunden der Schuh drückt. Entsprechend erfreulich haben sich die internationalen Geschäftstätigkeiten entwickelt und tragen mit zum positiven Geschäftsgang bei Axpo bei.

Unser internationales Geschäft

Axpo, das ist mehr als das Schweizer Geschäft – auch in Europa, seit 2016 in den USA und seit 2020 in Asien sind wir erfolgreich unterwegs. In 32 Ländern und über 40 Märken sind wir präsent. Mit 19 800 MW ist Axpo die führende Vermarkterin von erneuerbaren Energien in Europa. Axpo wurde in den vergangenen Jahren regelmässig von ihren Kunden und Gegenparteien im Rahmen einer von den Fachmagazinen „Risk.net“ und „Energy Risk“ durchgeführten Umfrage als weltbestes Energiehandelsunternehmen ausgezeichnet.

Und das internationale Geschäft wächst weiter: Besonders die Nachfrage nach langfristigen Abnahmeverträgen, sogenannten «Power Purchase Agreements/PPA» steigt (Details dazu unter: Ein Trend: «PPA»).

Auf der iberischen Halbinsel (Spanien und Portugal), in Polen und Italien ist Axpo auch im Privatkundengeschäft aktiv. 

Wind und Solarparks

In Frankreich bauen unsere Tochtergesellschaften «Urbasolar», die seit Sommer 2019 zu Axpo gehört, und die 2015 übernommene Volkswind grosse Solaranlagen und Windparks. Bislang hat Volkwind mehr als 80 Windparks mit über 1 350 MW Leistung gebaut – und in der Entwicklungspipeline gibt es weitere Parks in verschiedenen Entwicklungsstadien mit einer Lesitung von rund 3 500 MW. Als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien will Axpo bis zum Jahr 2030 3 GW an Onshore-Windkraftanlagen vor allem in Frankreich und Deutschland realisieren.

Urbasolar betreibt derzeit mehr als 100 Photovoltaik-Anlagen. Zudem verfügt das Unternehmen über eine mehr als 5 700 MW grosse Entwicklungspipeline und bietet Dienstleistungen im Bereich Wartung, Instandhaltung und Asset Management an. Axpo baut ihre Tätigkeiten im Bereich Solarenergie weiter aus: In Spanien, Italien und Polen sind aktuell neue Solaranlagen mit einer installierten Leistung von 4 GW in Entwicklung. Bis 2030 sollen Solarkraftwerke mit 10 GW Leistung gebaut werden.

Vielfältige Bedürfnisse

Die wirtschaftliche Energiebeschaffung entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Darum bietet der Geschäftsbereich Trading & Sales von Axpo sowohl standardisierte Energieprodukte wie auch Energielösungen, Zertifikate und Dienstleistungen an, die ganz spezifisch auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten werden (sog. Origination). Diese profitieren dabei von der ausgewiesenen Erfahrung im Energiehandel, im Risikomanagement und im Bereich von Marktanalysen und von der internationalen Präsenz von Axpo. Wir sind in folgenden Bereichen aktiv: Strom, Erneuerbare Energien, Erdgas, LNG (Liquefied Natural Gas) und Emissionszertifikate. 

Ein Trend: «PPA»

Heute werden rund zwei Drittel der europäischen Windkraftkapazität durch Einspeisevergütungen gestützt. Laut Branchen-Insidern dürfte dies bis ins Jahr 2030 aber nur noch bei sechs Prozent der Kapazität der Fall sein.

Für die Erzeuger erneuerbarer Energien fällt damit vielfach die fixe Einspeisevergütung weg – darum wenden sie sich nun vermehrt an grosse Unternehmen, die ihren Strombedarf aus erneuerbaren Quellen decken wollen. Den Anbietern und Vermittlern von Stromliefer- und Stromabnahmeverträgen, so genannten Power Purchase Agreements (PPA), bietet sich dadurch ein wachsendes Betätigungsfeld.

Auch für Axpo sind diese Art von PPA eine wichtige, innovative Dienstleistung. Vor allem in Skandinavien ist die Nachfrage nach langfristigen Abnahmeverträgen (PPAs) weiterhin sehr stark. Aber auch in anderen Märkten werden PPAs immer öfter eingesetzt, um den Zubau von erneuerbaren Energien auch ohne Subventions-Regimes zu ermöglichen. In Deutschland etwa hat Axpo erstmals einen langfristigen Abnahmevertrag für Solarstrom ausserhalb der staatlichen Förderung abgeschlossen, einer der ersten PPAs überhaupt im deutschen Markt. Im portugiesischen Evora konnte eine der ersten Photovoltaikanlagen auf der iberischen Halbinsel, die ganz ohne öffentliche Subventionen auskommen, in Betrieb gehen – dank einem PPA von Axpo. 

Erneuerbar fürs Klima

In vielen Ländern Europas, aber auch in den USA sehen wir eine stetig wachsende Nachfrage energieintensiver Industrieunternehmen, ihren Stromverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Auf der anderen Seite suchen Projektentwickler und Investoren aus dem Bereich der erneuerbaren Energien nach Preisstabilität beim Verkauf des erzeugten Stroms.

In diesem Zusammenhang sind langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) zu einem wichtigen Wachstumsbereich und einem Megatrend geworden, da die staatlichen Subventionen für erneuerbare Energien gekürzt oder gestrichen werden und die Gestehungskosten für neue Anlagen stark gesunken sind. Die Nachfrage nach PPAs und innovativen Energiedienstleistungen wird im Zuge des rasanten Ausbaus der erneuerbaren Energien weiter zunehmen. Axpo verfügt über fundiertes Know-how im Bereich PPA und begleitet zahlreiche Firmenkunden in rund 40 Märkten auf ihrem Weg zu weniger CO2-Emissionen.

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