Stromhandel und Erneuerbare: Axpo international

So funktioniert's

Geschäft ist Geschäft, ob nun in der Schweiz oder international – möchte man meinen. Ja – aber nicht nur. Natürlich kann Axpo mit Schweizer Tugenden und Werten international punkten – aber das alleine und eine breite, auf individuelle Kundebedürfnisse zugeschnittene Palette an Angeboten und Dienstleistungen reichen nicht. Zentral am Geschäft von Axpo international ist unsere Präsenz vor Ort. Deshalb sind wir derzeit in 28 Ländern und in 39 Märkten präsent. Überall setzen wir auf das Know-how unserer lokalen Experten: Sie kommen aus den Ländern, in denen sie arbeiten, sie kennen die Eigenheiten des jeweiligen Marktes und sie wissen, wo die Kunden der Schuh drückt. Entsprechend erfreulich haben sich die internationalen Geschäftstätigkeiten entwickelt und tragen mit zum positiven Geschäftsgang bei Axpo bei.

Unser internationales Geschäft

Axpo, das ist mehr als das Schweizer Geschäft – auch in Europa und seit 2016 in den USA sind wir erfolgreich unterwegs. In 28 Ländern und in 39 Märken sind wir präsent. Mit 15 500 MW ist Axpo die führende Vermarkterin von erneuerbaren Energien in Europa. Die physischen Stromlieferungen liegen bei über 62 TWh. Erneut wurde Axpo 2019 vom Fachmagazinen „Risk“ und „Energy Risk“ als weltbestes Stromhandelsunternehmen ausgezeichnet.

Und das internationale Geschäft wächst weiter: So bauen wir etwa unsere Geschäftsaktivitäten in Nordeuropa aus. Auch die Nachfrage nach langfristigen Abnahmeverträgen, sogenannten «Power Purchase Agreements/PPA» steigt (Details dazu unter: Ein Trend: «PPA»).

Auf der iberischen Halbinsel (Spanien und Portugal, in Polen und Italien ist Axpo auch im Privatkundengeschäft aktiv. Im Nachbarland Italien zählen wir im Stromvertrieb für Private bereits über 200 000 Lieferpunkte. Dort betreibt Axpo zudem drei Gaskombikraftwerke und hilft mit ihrer flexiblen Stromproduktion und der punktgenauen Lieferung von Strom (Systemdienstleistungen) mit, die Versorgungssicherheit in Italien zu stärken. 

Wind und Solarparks

In Frankreich bauen unsere Tochtergesellschaften «Urbasolar», die seit Sommer 2019 zu Axpo gehört, und Volkswind grosse Solaranlagen und Windparks. Bislang hat Volkwind mehr als 70 Windparks mit über 100 MW Leistung gebaut – und in der Entwicklungspipeline gibt es weitere Parks in verschiedenen Entwicklungsstadien mit einer Lesitung von rund 3000 MW.

Das Portfolio von Urbasolar umfasst derzeit operative Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 200 MW. Zudem verfügt das Unternehmen über eine mehr als 1‘000 MW grosse Entwicklungspipeline und bietet Dienstleistungen im Bereich Wartung, Instandhaltung und Asset Management an. Vom spezifischen Know-how von Urbasolar werden in Zukunft sämtlicher Ländergesellschaften für ihre PV-Projekte profitieren, so auch in der Schweiz. 

Vielfältige Bedürfnisse

Die wirtschaftliche Energiebeschaffung entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Darum bietet Axpo im Bereich Handel sowohl standardisierte Energieprodukte wie auch Energielösungen, Zertifikate und Dienstleistungen an, die ganz spezifisch auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten werden (sog. Origination). Diese profitieren dabei von der ausgewiesenen Erfahrung im Energiehandel, im Risikomanagement und im Bereich von Marktanalysen sowie von der europaweiten Präsenz der Axpo. Wir sind in folgenden Bereichen aktiv: Strom, Erneuerbare Energien, Erdgas und Emissionszertifikate. 

Ein Trend: «PPA»

Heute werden rund zwei Drittel der europäischen Windkraftkapazität durch Einspeisevergütungen gestützt. Laut Branchen-Insidern dürfte dies bis ins Jahr 2030 aber nur noch bei sechs Prozent der Kapazität der Fall sein.

Für die Erzeuger erneuerbarer Energien fällt damit vielfach die fixe Einspeisevergütung weg – darum wenden sie sich nun vermehrt an grosse Unternehmen, die ihren Strombedarf aus erneuerbaren Quellen decken wollen. Den Anbietern und Vermittlern von Stromliefer- und Stromabnahmeverträgen, so genannten Power Purchase Agreements (PPA), bietet sich dadurch ein wachsendes Betätigungsfeld.

Auch für Axpo sind diese Art von PPA eine wichtige, innovative Dienstleistung. Vor allem in Skandinavien ist die Nachfrage nach langfristigen Abnahmeverträgen (PPAs) weiterhin sehr stark. Aber auch in anderen Märkten werden PPAs immer öfter eingesetzt, um den Zubau von erneuerbaren Energien auch ohne Subventions-Regimes zu ermöglichen. In Deutschland etwa hat Axpo erstmals einen langfristigen Abnahmevertrag für Solarstrom ausserhalb der staatlichen Förderung abgeschlossen, einer der ersten PPAs überhaupt im deutschen Markt. Im portugiesischen Evora konnte eine der ersten Photovoltaikanlagen auf der iberischen Halbinsel, die ganz ohne öffentliche Subventionen auskommen, in Betrieb gehen – dank einem PPA von Axpo. 

Erneuerbar fürs Klima

Mit 15’500 MW ist Axpo die führende Vermarkterin von erneuerbarer Energie in Europa. Zudem fördern die Axpo Töchter Urbasolar (Photovoltaik) und Volkswind (Windkraft) mit ihren Solar- und Windparkprojekten den Umbau der Energiesysteme in Europa hin zu mehr erneuerbarer Energie.

Das tönt für Sie zu abstrakt? Es geht auch ganz konkret – etwa bei Axpo Iberia. So beliefert unsere Tochtergesellschaft etwa die Kathedrale von Palma de Mallorca, das Wahrzeichen der beliebten Urlaubinsel, mit Ökostrom. Und wer sich in der spanischen Hauptstadt Madrid ein E-Bike des lokalen ÖV-Anbieters ausleiht, rauscht mit grünem Strom von Axpo über die Plazas, Paseos und Avenidas. Dank einer Ökostromgarantie lässt sich bei rund 3,7 Millionen Velofahrten damit der Ausstoss von mehr als 154 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden.

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