05.03.2021 | Für die CFO von Axpo Nordic ist die dezentrale Aufstellung von Axpo ein Statement für Diversität

«Jeden Tag internationale Erfahrung sammeln»

Iselin Solbakken arbeitet seit fast sechs Jahren bei Axpo Nordic. Als sie damals zum Team in Oslo stiess, war sie zunächst als Controllerin tätig, ehe sie vor drei Jahren in ihre heutige Funktion als Chief Financial Officer (CFO) befördert wurde. Seitdem ist Iselin eine der wenigen Frauen, die in der internationalen Energiebranche eine leitende Position innehaben. Wir haben sie gefragt, wie ihre Karriere bisher verlaufen ist, welchen Arbeits- und Führungsstil sie pflegt, was Diversität für sie bedeutet und wie sie Beruf und Familie unter einen Hut bringt.

Iselin, Sie arbeiten schon seit einigen Jahren bei Axpo Nordic – wie sind Sie überhaupt in die Energiebranche gekommen?

Iselin Solbakken (lacht): Eigentlich war es ein schöner und unerwarteter Zufall. Während meines Wirtschaftsstudiums an der Norwegian School of Management habe ich einen Kurs über Energieökonomie belegt und war fasziniert vom Energiesystem und den vielen Verflechtungen mit Politik und Wirtschaft. Die Energiebranche spielt eine Schlüsselrolle im Hinblick auf die grossen Herausforderungen unserer Zeit, speziell was den Übergang zu einer emissionsärmeren Wirtschaft angeht. Das macht die Branche so spannend. Nach meinem Studium habe ich dann als Controllerin bei einem Energieunternehmen hier in Oslo angefangen.

Iselin Solbakken, CFO Axpo Nordic
Ein paar Jahre später haben Sie zu Axpo Nordic gewechselt, war das auch ein Zufall?

Das Unternehmen, bei dem ich tätig war, hat sich damals aus Norwegen zurückgezogen. Ich wollte das Land nicht verlassen und habe mich deshalb nach einem neuen Job umgesehen. Die offene Stelle bei Axpo Nordic klang spannend, deshalb habe ich mich beworben und am Ende tatsächlich die Zusage bekommen.

«Axpo ist absolut international – und ein norwegisches Unternehmen in Norwegen, ein schwedisches Unternehmen in Schweden und ein finnisches Unternehmen in Finnland»
Was hat Ihnen an Axpo am besten gefallen?

Axpo ist ein absolut internationales Unternehmen. Es hat Schweizer Wurzeln, ist aber auch ein norwegisches Unternehmen in Norwegen, ein schwedisches Unternehmen in Schweden, ein finnisches Unternehmen in Finnland und so weiter – das machte es für mich so attraktiv. Bei Axpo kann ich mit Menschen in ganz Europa in Kontakt treten, ohne Oslo verlassen zu müssen, und jeden Tag internationale Erfahrung sammeln. Ausserdem hat Axpo mir den nächsten Schritt in meiner Karriere ermöglicht. Ich bin dankbar für das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde.

Sie sind vor ein paar Jahren zur CFO von Axpo Nordic befördert worden. Die neue Rolle zu übernehmen war bestimmt eine Herausforderung.

Ja, auf jeden Fall. Als unser damaliger Finanzchef 2018 pensioniert wurde, habe ich seine Aufgaben übertragen bekommen. Ein grosser Vorteil war, dass wir bei Axpo Nordic schon immer eine sehr flache Struktur und Hierarchie hatten. Deshalb war ich mit den Themen und dem Unternehmen vertraut. Gerade am Anfang war der neue Job natürlich trotzdem herausfordernd, aber unter dem Strich war es der perfekte Entwicklungsschritt für mich. Heute leite ich ein Team von fünf Finance-Spezialisten in Oslo. Ausserdem haben wir einen Controller, der an unserem Standort in Malmö arbeitet.

«Wir müssen neugierig bleiben und immer einen Schritt voraus sein»
Wie würden Sie Ihren Arbeits- und Führungsstil beschreiben und welches Ziel verfolgen Sie als Führungskraft?

Mein Ziel ist es, unser Know-how und unsere Kräfte im Team zu bündeln. Wir müssen konsequent, konsistent und zuverlässig sein. Es geht darum unseren Kollegen einen guten Service bieten. Das schaffen wir nur, wenn wir ambitioniert und im Hinblick auf neue Anforderungen immer einen Schritt voraus sind – sei es auf geschäftlicher Ebene oder was regulatorische Änderungen angeht. Ich möchte, dass wir Herausforderungen offen annehmen, und deshalb müssen wir immer neugierig bleiben. Für die Kolleginnen und Kollegen aus meinem Team versuche ich in dieser Hinsicht mit einem guten Beispiel voranzugehen.

Was bedeutet Diversität für Sie, inwiefern ist Vielfalt bei Ihrer Arbeit förderlich?

Wenn ich mir das internationale Energiehandelsgeschäft von Axpo und den dezentralen Aufbau mit unseren Experten in Europa, den USA und Singapur anschaue, dann ist das für mich einzigartig und ein klares Statement für Diversität. Bei Axpo gibt es Expertinnen und Experten in rund 40 Ländern, sie alle kennen den jeweiligen Markt sehr gut und die Zusammenarbeit mit so vielen unterschiedlichen Nationalitäten ist sehr bereichernd. Ich finde es cool, dass wir diese starken lokalen Hubs haben, das ist wirklich etwas Besonderes bei Axpo.

«Es geht darum, Beruf und Familie effizient zu verbinden»
In Nordeuropa ist die Work-Life-Balance anders als in anderen europäischen Ländern, wie wirkt sich das auf den Arbeitsalltag aus?

Ich finde das typisch nordeuropäische System mit einer erschwinglichen Kinderbetreuung und Chancengleichheit unabhängig vom Geschlecht sehr vorteilhaft. Es geht darum, Beruf und Familie auf möglichst effiziente Weise zu verbinden. Für mich persönlich ist es wichtig, dass ich mich stets zu 100% auf das konzentrieren kann, was ich gerade tue. Wenn ich arbeite, bin ich voll in meinem Arbeitsmodus, und wenn ich frei habe, bin ich für meine Familie da.

Wie entspannen Sie sich vom anstrengenden Arbeitsalltag, was machen Sie in Ihrer Freizeit?

(lacht) Ich versuche eigentlich eher meinen Akku wieder aufzuladen als nur zu entspannen. Darum verbringe ich meine Freizeit am liebsten draussen und unternehme was mit den Kindern, der Familie und Freunden. In Norwegen hat jede Jahreszeit ihren Reiz, es gibt eine Vielzahl an Sportarten und Aktivitäten. Im Winter ist Skilanglauf natürlich ein Muss. Langlaufen ist bei uns kein Hobby, sondern ein echter Lifestyle.

Über Iselin Solbakken:

Iselin Solbakken ist 34 Jahre alt und arbeitet seit 10 Jahren in der Energiebranche. Sie hat einen Master of Science in Business and Economics von der Norwegian School of Management BI und ist seit 2015 bei Axpo. Zunächst war sie Controllerin, bevor sie zur CFO von Axpo Nordic befördert wurde. Die Mutter von zwei Kindern (7 und 3 Jahre alt) empfiehlt die Energiebranche sehr, weil es sich um eine spannende, herausfordernde Branche handelt, die einem stetigen Wandel unterworfen ist.

Über Axpo Nordic:

Axpo Nordic wurde 2003 gegründet. Die Tochtergesellschaft für Norwegen, Schweden, Finnland, das Baltikum, Island und Dänemark ist eine der grössten und wichtigsten internationalen Niederlassungen von Axpo. Am Hauptsitz in Oslo und in den Büros in Malmö und Helsinki sind 41 Mitarbeitende im Energiehandel und der Entwicklung von massgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen für energieintensive Industriekunden und Energieproduzenten tätig. Der Fokus liegt auf langfristigen Stromliefer- und Abnahmeverträgen (PPAs) für erneuerbare Energien. Die Aktivitäten in den nordeuropäischen Ländern sind Teil der Strategie von Axpo, ihre internationale Präsenz und Geschäftstätigkeit im Bereich der Energielösungen für ihre Kunden weiter auszubauen.

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