10.02.2021 | So werden neue Mitarbeitende bei Axpo in ihren Job eingeführt

Das digitale Welcome funktioniert

Axpo geht bei der Einführung und Einarbeitung von Mitarbeitenden in den Job neue Wege. Dabei spielt die digitale Kollaborationsplattform eine wichtige Rolle, erklärt Simone Ontyd, Head Learning & Development. Emil Roydev, seit September 2020 bei Axpo in Bulgarien tätig, fand das digitale Onboarding sehr hilfreich. Er freut sich aber auch auf die Nach-Covid-Zeit, wenn wieder persönliche Kontakte möglich sind.

Die Massnahmen rund um die Covid-19 Pandemie zwingen uns, mehrheitlich von zu Hause aus zu arbeiten. Wie hat sich das Onboarding von neuen Mitarbeitenden dadurch verändert, Simone?

Ein gut organisiertes Einführungsprogramm und eine enge Begleitung von neuen Mitarbeitenden war für Axpo bereits vor der Pandemie zentral. Nun, wenn viele von zu Hause aus in ihren neuen Job starten, ist es noch wichtiger geworden, neue Kolleginnen und Kollegen in das bestehende Teamgefüge zu integrieren und ihnen die Werte und Kultur von Axpo näher zu bringen. In Fach-Trainings lernen neue Mitarbeitende in den ersten Wochen alles Wichtige rund um Stromproduktion und -verteilung, Handel und Vertrieb. Diese Trainings finden aktuell nun virtuell statt. Ausserdem gibt es in der ersten Arbeitswoche einen Live-Stream unseres Welcome Days mit einer virtuellen Tour durch den Axpo-Hauptsitz in Baden. Zusätzlich haben wir ein digitales Informationsdossier mit allen wichtigen Informationen zum Arbeitsalltag und Lesenswertem rund um Axpo, die Energiebranche und zusätzlichen Webinare zusammengestellt. So können wir die fachliche Integration neuer Mitarbeitender deutlich verbessern.

Axpo hat neben der Schweiz Standorte in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien und in den USA. Wie stellt Axpo das erfolgreiche internationale Onboarding von neuen Kolleginnen und Kollegen dort sicher?

Eine gute internationale Zusammenarbeit über die Fachbereiche hinaus, ist zentral für unseren Erfolg. Wir arbeiten auf einer digitalen Kollaborations-Plattform, auf der jeder ein persönliches Profil mit beruflichen und privaten Informationen hinterlegt. Dies dient auch als Anknüpfungspunkt für die erste Kontaktaufnahme. Einmal monatlich treffen sich die neuen Kolleginnen und Kollegen zu einem virtuellen Coffee-Chat. Diese Online Treffen können den persönlichen Kontakt natürlich nicht ersetzen, unterstützen aber dennoch beim Networking und dem Wissensaufbau. Man lernt voneinander und tauscht sich automatisch auch über Privates aus, wenn man in Video-Chats auch in die Wohnungen der Kolleginnen und Kollegen sieht. Regelmässig finden auch Webinare statt, in denen Mitarbeitende aus derzeitigen Projekten oder zu aktuellen Fachthemen referieren. Ergänzt wird das Angebot durch Leseempfehlungen sowie Video Tutorials.  Dank diesem engen Austausch und der Kollaboration über die Landesgrenzen hinweg, entstehen bei Axpo innovative Ideen und Lösungen für unsere Kunden.

In der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden setzt Axpo auf personalisiertes Lernen. Was bedeutet das genau?

Wir sind überzeugt davon, dass es beim Lernen kein «one size fits all» gibt. Jeder Mensch lernt individuell. Deshalb bieten wir verschiedene Lernformate an. Von Video Tutorials, LinkedIn Learning, virtuelle Live-Webinare bis zur Online Bibliothek und klassischen Präsenztrainings. Lernen soll jederzeit und von überall und jedem technischen Gerät aus möglich sein. Personalisiertes Lernen bedeutet aber auch, dass jede und jeder sich die Themen aneignen und Trainings besuchen kann, die für sie oder ihn relevant oder interessant sind. Selbstverantwortung und Wissensdurst sind essentiell. Eines unserer wichtigen Credos ist aber das Prinzip «Mitarbeitende für Mitarbeitende», also das Lernen voneinander. Wir sind bei Axpo sehr divers aufgestellt, mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen, Erfahrungen und Kenntnissen. Indem wir Wissen und Erfahrung teilen, können wir uns alle gemeinsam weiterentwickeln.

Welches sind die wichtigsten Trends im Onboarding von neuen Mitarbeitenden?

Unabhängig von Covid-19 ist das virtuelle und individuelle Onboarding ein Trend. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass die Einführung eines neuen Mitarbeitenden schon bei dessen oder deren Einstellung beginnt. Denn es geht nicht nur um den Wissensaufbau und das Networking innerhalb der Firma, sondern auch darum, das Unternehmen, seine Strategie und die Kultur als Ganzes zu verstehen. Bereits im Rekrutierungsprozess erzählen wir den Kandidatinnen und Kandidaten viel über unsere Werte und die Kultur. Mehr zur Strategie erfahren sie dann in ihren ersten Arbeitswochen bei Axpo. Immer wichtiger wird aber auch das Preboarding, also die Phase vor dem ersten Arbeitstag. Gerade in der aktuellen Zeit legen wir Wert darauf, dass die Vorgesetzten sich mit neuen Mitarbeitenden bereits vorgängig in Verbindung setzen, sie über das Einführungsprogramm und die ersten Wochen in der neuen Rolle informieren und das virtuelle Onboarding so möglichst persönlich gestaltet werden kann.

Emil, du bist im September 2020 zu Axpo Bulgarien gestossen. Wie hast du deine Einführung und Einarbeitung bei Axpo erlebt?

Ich bin kurz vor der zweiten Covid-19-Welle bei Axpo gestartet und hatte daher das Glück, dass ich viele meiner Kolleginnen und Kollegen noch vor Ort im Büro persönlich kennen gelernt durfte. Dies hilft natürlich schon bei der Einarbeitung. Der Welcome Day hat allerdings bereits virtuell stattgefunden, wie auch die Trainings oder Schulungen. Die monatlichen Coffee-Chats auf unserer Kollaborationsplattform bringen mir die Kultur von Axpo näher und dienen als zusätzliche Informationsquelle über Axpo und die Energie-Branche. Ich erlebe Axpo seit meinem ersten Tag als gut organisierte Gemeinschaft von Expertinnen und Experten in ihrem Fach, die mich mit offenen Armen empfangen haben und alles daran setzen, dass ich mich wohl fühle. Dafür bin ich sehr dankbar.

Hast du in deinem Onboarding bei Axpo etwas vermisst?

Es ist schwer zu sagen, was man vermisst, wenn man es nicht von Anfang an hatte. Von meinen Kolleginnen und Kollegen habe ich gehört, dass neue Mitarbeitende normalerweise für gewisse Einführungen und Trainings in die Schweiz oder an einen der anderen 30 Standorte von Axpo reisen. Einen Besuch des Hauptsitzes in Baden würde ich natürlich gerne nachholen, sobald das Reisen wieder möglich ist.

Ist es deiner Meinung nach möglich, den persönlichen Kontakt ganz durch digitalen Kontakt zu ersetzen?

Den persönlichen Kontakt komplett durch digitale Kommunikation zu ersetzen, ist meiner Meinung nach nicht nur unmöglich, sondern kann für die Psyche auch ungesund sein. Der persönliche Austausch stärkt den Teamzusammenhalt und motiviert auch viel mehr. Die zahlreichen digitalen Möglichkeiten hinsichtlich Kommunikation, Kollaboration und Weiterbildungen, die wir bei Axpo haben, erleichtern aber gerade jetzt das Arbeiten und Lernen enorm. Vor allem das Lernen ist so auch viel individueller und unabhängiger möglich. Für mich ist das Digitale eine Ergänzung zum Persönlichen aber kein Ersatz.

Simone Ontyd, Head of Learning & Development und Emil Roydev, Axpo Bulgarien

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