Axpo stellt Gesuch für ordentliche Neukonzessionierung des Kraftwerks Fätschbach

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17.04.2013 - Zur Optimierung des Kraftwerks Fätschbach startete Axpo im Frühling 2012 die Ausarbeitung eines Konzessionsprojektes. Ziel: Die im Jahr 2029 auslaufende Wasserrechtskonzession sollte frühzeitig erneuert werden. Die Untersuchungen zeigen nun, dass das Ausbaupotenzial geringer ist als ursprünglich angenommen. Zudem hat sich der Strompreis seit Projektbeginn sehr negativ entwickelt. Deshalb verzichtet Axpo derzeit auf eine vorgezogene Neukonzessionierung und reicht bei den beiden Konzessionsgebern, dem Kanton Glarus und der Korporation Uri, ein Gesuch für eine ordentliche Neukonzessionierung des Kraftwerks Fätschbach im Jahre 2029 ein.

Das wirtschaftliche Potenzial für neue Grosswasserkraftwerke ist in der Schweiz weitgehend ausgeschöpft, weshalb die Axpo bei der Nutzung der Wasserkraft verstärkt auf den Ausbau und die Optimierung bestehender Anlagen setzt. So auch beim Kraftwerk Fätschbach in der Standortgemeinde Glarus Süd.

Zu diesem Zweck startete Axpo im Frühling 2012 ein Konzessionsprojekt, in welchem ein Ausbau und eine Optimierung der bestehenden Anlagen des Kraftwerks Fätschbach untersucht wurden. Im Vordergrund standen dabei die Erhöhung der Ausbauwassermenge, die Erweiterung der Druckleitung zur Reduktion des Druckverlusts sowie eine Erhöhung des Speichervolumens zur Verbesserung der Energiewertigkeit.

Eine Erhöhung des Speichervolumens wurde aufgrund der Beeinträchtigung des bestehenden Moorschutzgebietes auf dem Urnerboden sowie der hohen Kosten schon früh verworfen. Auch eine Erweiterung der Druckleitung erwies sich bei einer vertieften Kostenanalyse als unwirtschaftlich. Zudem wurde die Wirtschaftlichkeit des Projekts durch die Strompreisentwicklung sehr negativ beeinträchtigt: Seit Beginn des Ausbauprojektes vor rund zwölf Monaten hat sich das Wirtschaftswachstum in Europa weiter abgeschwächt, wodurch die Stromnachfrage weiter gesunken ist. Zudem erschweren die massive Förderung der neuen Energien speziell in Deutschland und die tiefen Preise für CO2-Zertifikate den wirtschaftlichen Ausbau der Wasserkraft. In naher Zukunft wird keine Verbesserung erwartet.

Die genannten Einflussfaktoren sowie die begrenzten Möglichkeiten für einen Ausbau veranlassten Axpo nun, auf eine vorgezogene Neukonzessionierung derzeit zu verzichten. Das Kraftwerk Fätschbach wird unter der bestehenden Konzession weiterbetrieben. Bei den beiden Konzessionsgebern, dem Kanton Glarus und der Korporation Uri, wird nun ein Gesuch für eine ordentliche Neukonzessionierung des Kraftwerks Fätschbach im Jahre 2029 eingereicht.

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