An der Moesa wird ein nachhaltiger Ausbau der Wasserkraftnutzung geprüft

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10.06.2014 - Die Bündner Gemeinden Cama und Verdabbio haben vergangene Woche gemeinsam mit Axpo ein Studienkonsortium gegründet, das die Optimierung der Wasserkraftnutzung der Moesa in ihrem Gemeindegebiet untersucht. Ziel ist, das noch ungenutzte Wasserkraftpotenzial nachhaltig zu nutzen. 

Heute nutzt das Kleinwasserkraftwerk der Tecnicama SA auf dem Gemeindegebiet von Cama und Verdabbio im Misox lediglich einen kleinen Teil des vorhandenen Wasserkraftpotentials der Moesa. Jährlich wird ca. 1 Gigawattstunde (GWh) elektrische Energie produziert. Eine Vorstudie der Axpo kommt zum Schluss, dass dieses Potenzial auf ca. 20 GWh pro Jahr erhöht werden könnte, was dem Verbrauch von rund 4 500 Haushalten entspricht.

Um dieses Potenzial genauer zu prüfen, haben die Bündner Gemeinden Cama und Verdabbio vergangene Woche gemeinsam mit Axpo ein Studienkonsortium gegründet. In diesem Rahmen wird das Wasserkraftpotenzial der Moesa zwischen den Ortsteilen Sorte und Al Pont untersucht. Geprüft werden unterschiedliche Varianten bezüglich dem Standort der Wasserfassung und der Zentrale sowie der Linienführung der Druckleitung. Das Investitionsvolumen wird auf ca. 25 bis 30 Mio. CHF geschätzt. Ziel ist, bis im Herbst 2015 ein genehmigungsfähiges Konzessionsprojekt auszuarbeiten.

Im Rahmen des Konzessionsprojekts werden die Varianten sowohl auf technische und wirtschaftliche Aspekte als auch auf die Umweltverträglichkeit hin überprüft. Ebenfalls untersucht wird die Thematik der Restwassermenge, Fischwanderung und Gewässerökologie.

Baubeginn frühestens 2019

Bei einem positiven Projektergebnis soll im Herbst 2015 das Konzessionsgesuch bei den Gemeinden Cama und Verdabbio eingereicht werden. Im Falle eines zustimmenden Entscheids durch die Gemeinden folgt die Einreichung des Konzessionsgenehmigungsgesuchs beim Kanton Graubünden. Bei einem optimalen Planungsverlauf könnte ein Baubeginn frühestens 2019 erfolgen, sodass das erweiterte Kraftwerk nach einer rund zweijährigen Bauzeit den Betrieb im Jahr 2021 aufnehmen könnte.

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