100-Jahr-Jubiläum mit Festakt und Besucherwochenende im Glarnerland

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24.08.2014 - Während zwei Tagen gehörte die Grossbaustelle des neuen Pumpspeicherwerks Limmern im hintersten Glarnerland für einmal ganz der Bevölkerung. Im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums bedankte sich Axpo am 23. und 24. August 2014 mit einem Besucherwochenende für die Akzeptanz und Unterstützung für das Grossprojekt «Linthal 2015». Mehr als 2 500 Besucher nutzten die Gelegenheit, die künftige Maschinenkaverne und die Staumauer auf der Muttenalp 2 500 m.ü.M. aus der Nähe zu besichtigen. Am Samstag machten zudem Bundesrätin Doris Leuthard und weitere geladene Gäste ihre Aufwartung.

Wo seit fünf Jahren Hunderte von Arbeitern und schwere Baugeräte das Gelände beherrschen, war die Gebirgsbaustelle am Wochenende vom 23. und 24. August 2014 ganz in den Händen der Bevölkerung. Als Dank für ihre Unterstützung gewährte Axpo im Rahmen ihres 100-Jahr-Jubiläums an den zentralen Baustellenplätzen einen Einblick in den Stand der fortgeschrittenen Ausbauarbeiten. An den Führungen teilnehmen konnte, wer sich zuvor für die Verlosung der Tickets registriert hatte und bei der Ziehung zu den Gewinnern gehörte. Mehr als 2 500 Besucherinnen und Besucher waren es schliesslich, die in insgesamt 92 Führungen an den beiden Tagen über die Hochgebirgsbaustelle wanderten. Zu sehen waren die beiden Kavernen und die auf 2 500 m.ü.M. gelegene Staumauer auf der Muttenalp, die demnächst fertig gebaut sein wird. Mit einer Länge von fast einem Kilometer ist sie die längste Staumauer Europas.

Auch geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport besichtigen die Hochgebirgsbaustelle

Am Samstagnachmittag führte Axpo CEO Andrew Walo geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport hinauf zur Staumauer auf der Muttenalp. Der Glarner Energiedirektor Robert Marti, Economie-suisse-Präsident Heinz Karrer und der Direktor des Bundesamtes für Energie, Walter Steinmann, zeigten sich genauso beeindruckt von der gigantischen Hochgebirgsbaustelle wie auch die 23-fache OL-Weltmeisterin und Axpo Botschafterin Simone Niggli-Luder. Nach dem Abstieg vom Berg stiessen sie und weitere geladene Gemeinde – und Regierungsräte, die Verwaltungsräte der Axpo sowie weitere Vertreter der Aktionärskantone bei einem Apéro auf «Linthal 2015» und den 100. Geburtstag der Axpo an. CEO Andrew Walo wies dabei auf die Bedeutung des Pumpspeicherwerks Limmern für die Versorgungssicherheit hin. „Wir sind überzeugt, dass unser Pumpspeicherwerk im künfti-gen Marktumfeld ein Trumpf sein wird.“

Bundesrätin Leuthard gratuliert zur 100-jährigen Erfolgsgeschichte von Axpo

Robert Lombardini, Präsident des Verwaltungsrates der Axpo, blickte in seiner Festansprache mit grossem Respekt zurück: „Spiegeln wir den Werdegang unserer Jubilarin an der Geschichte der vergangenen 100 Jahre der Schweiz und von Europa, dann erfasst uns hohe Achtung vor den damaligen Entscheiden von Persönlichkeiten, die sich mit Weitsicht, mit Mut und mit grosser Verantwortung für die Entwicklung der Stromversorgung der Nordostschweiz einsetzten.“ Die Welt habe sich im Laufe der betrachteten 100 Jahre viele Male verändert. Wer heute die Zukunft der Stromversorgung darin sehe, alles so wie früher zu machen, liege falsch. “Klar ist aber auch, wer die Zukunft der Stromversorgung darin sieht, alles anders zu machen als in der Vergangenheit, wird ebenso falsch liegen.“ Lombardini kritisierte insbesondere die subventionierte Nutzung der neuen Energien und den Ausbau der dezentralen Einspeisung sowie die kostendeckende Ein-speisevergütung, die zu problematischen Marktverzerrungen führten. Die Stromversorgung sei ein komplexes Gebilde mit vielen gegenseitigen Abhängigkeiten: „Wer an einem Ende eingreift, sollte sich bewusst sein, dass sich damit das ganze System verschiebt und er mannigfache Konse-quenzen auslöst.“
Bevor die geladenen Gäste bei einem Abendessen im Festzelt den ersten Tag des zweitätigen Besucherwochenendes ausklingen liessen, bedankte sich Robert Lombardini bei allen, die hinter der 100-jährigen Geschichte der Axpo stehen. „Nur durch ihren Einsatz haben wir das erreicht, was immer das Ziel der Gründerväter des Unternehmens war, nämlich die umfassende Versor-gung der Nordostschweiz mit Strom in starker Partnerschaft mit den Kantonswerken.“
Auch Bundesrätin Doris Leuthard erwies dem Anlass die Ehre. In ihrer Ansprache gratulierte die Energieministerin der Axpo zu ihrer 100-jährigen Erfolgsgeschichte. „Die Faszination der Technik und der Glaube an das Machbare haben zu einer erfolgreichen, 100-jährigen Strom-Geschichte geführt.“

Erfolgreicher Anlass ohne Zwischenfälle

Mehr als 2 500 Besucher, 92 Führungen, rund 2000 warme Mahlzeiten sowie ein gut besuchter Ausstellungsbereich zur Geschichte der Wasserkraft und der Axpo lautete das erfreuliche Fazit der beiden Besuchertage in Linthal. Der Grossanlass verlief zudem ohne nennenswerte Zwi-schenfälle.

Das Projekt «Linthal 2015»

«Linthal 2015» ist eines der bedeutendsten Ausbauprojekte der Axpo. Das unterirdisch angelegte Pumpspeicherwerk soll Wasser aus dem Limmernsee in den 630 m höher gelegenen Muttsee zurückpumpen und bei Bedarf wieder zur Stromproduktion nutzen. Das neue Werk soll eine Pumpleistung und eine Turbinenleistung von je 1000 MW aufweisen. Damit erhöht sich die Leistung der Kraftwerke Linth-Limmern (KLL) von heute rund 480 MW auf 1480 MW. Das Projekt «Linthal 2015» ist auf Kurs, Ende 2015 soll wie geplant die erste Maschinengruppe ans Netz gehen. Die Krone der Staumauer auf der Muttenalp wird diesen Herbst geschlossen sein. Die Investitionskosten für dieses Projekt betragen rund 2,1 Milliarden Franken.

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