Axpo strebt ordentliche Erneuerung der Konzession beim Kraftwerk Pintrun an

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26.06.2014 - Nach dem Verzicht des Studienkonsortiums KW Pintrun auf eine vorgezogene Neukonzessionierung des Kraftwerks Pintrun strebt die Axpo Hydro Surselva AG (AHS) als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Axpo Power AG eine ordentliche Erneuerung der bestehenden Konzession an. Das Studienkonsortium KW Pintrun, bestehend aus der AHS und der Konzessionsgemeinde Trin, verzichtet vorderhand aus wirtschaftlichen Gründen auf einen Ausbau des Kraftwerks Pintrun und eine vorgezogene Neukonzessionierung. Das Kraftwerk wird unter der bestehenden Konzession weiter betrieben und soll nach dem Konzessionsende am 30. November 2024 ordentlich neu konzessioniert werden.

Weil das wirtschaftliche Potential für neue grosse Wasserkraftwerke in der Schweiz weitgehend ausgeschöpft ist, wird bei der Nutzung der Wasserkraft verstärkt auf den Ausbau und die Optimierung bestehender Anlagen gesetzt. So auch beim Kraftwerk Pintrun der AHS in den beiden Gemeinden Trin und Bonaduz, knapp 20 Kilometer von Chur entfernt. Zu diesem Zweck startete im Frühling 2011 das Studienkonsortium KW Pintrun, bestehend aus der AHS und der Konzessionsgemeinde Trin, ein Konzessionsprojekt, in welchem ein Ausbau der bestehenden Anlage untersucht wurde. Im Vorder-grund standen dabei die Erhöhung der Ausbauwassermenge, die Reduktion der Druckverluste im Triebwassersystem sowie der Ersatz der beiden Maschinengruppen in der Zentrale Pintrun.

Durch die aktuelle Strompreisentwicklung, den Auflagen hinsichtlich Restwasser und Landschaft aufgrund des Anlagenstandorts innerhalb eines BLN-Gebiets (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung) sowie das geringen Ausbaupotential ist das Ausbauvor-haben bei diesem Projekt nicht wirtschaftlich. Dies veranlasste das Studienkonsortium KW Pintrun, vorderhand auf einen Ausbau und eine vorgezogene Neukonzessionierung zu verzichten. Das Kraftwerk Pintrun wird durch die AHS unter der bestehenden Konzession bis zum Konzessionsende am 30. November 2024 weiterbetrieben. Für einen weiteren Betrieb der Kraftwerksanlage nach Ablauf der bestehenden Konzession ersucht die AHS bei den zuständigen Behörden nun um eine ordentliche Erneuerung der Konzession.

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