Das Unterwerk Grynau wird effizienter und sicherer

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16.09.2014 - Die 2010 begonnenen Um- und Erneuerungsarbeiten beim Unterwerk (UW) Grynau bei Uznach sind erfolgreich abgeschlossen. Die erneuerte Anlage zeichnet sich unter anderem durch geringere Lärmemissionen sowie einen besseren Hochwasserschutz aus. Die Kosten für den Umbau des Unterwerks belaufen sich auf knapp 20 Mio. Franken.

Nebst der umfassenden Modernisierung des UW Grynau wurden der Werkhof erweitert und die Kabel entlang des Ernetschwilerbachs in die Erde verlegt. Mit den Massnahmen wird die Versorgungssicherheit in der Region optimiert und auch in Zukunft sichergestellt. Als zentraler Netzknotenpunkt stellt das UW Grynau die Versorgung für den Raum Oberer Zürichsee, die March und den Kanton Glarus sowie der Teilgebiete in den Kantonen St. Gallen und Zürich sicher.

Modernisierung UW Grynau – leisere Transformatoren, besserer Hochwasserschutz

Die Steuerungs- und Eigenbedarfsanlagen hatten das Ende ihrer Betriebsdauer erreicht und mussten ersetzt werden. Mit zwei neuen 125-MVA-Transformatoren hat Axpo die Leistung und Betriebssicherheit erhöht sowie die Lärmemissionen reduziert. Die neuen Transformatoren sind mit modernen Lüftern zur Lärmminderung ausgerüstet, wodurch die Lärmgrenzwerte in den umliegenden Wohnorten besser eingehalten werden können.

Die Anlage wurde zudem auf ein zu erwartendes 300-jähriges Hochwasser des Steinenbachs gesichert. Das Unterwerk Grynau ist aufgrund seiner geographischen Lage, umgeben von Linthkanal, Steinenbach und Ernetschwilerbach besonders hochwassergefährdet. Seit der Sanierung des Linthkanals und des Ernetschwilerbachs stellt der Steinenbach die grösste Gefahr dar. Mit dem Neubau von zwei Relaisstationen und der erhöhten Positionierung aller kritischen Anlageteile auf die Schutzhöhe von 409 m.ü.M ist die Verfügbarkeit der Anlage auch bei Hochwasser gewährleistet.

Erdverkabelung entlang des Ernetschwilerbach – Netzengpässe verringern

In Hinblick auf die geplante Spannungsumstellung der Leitung Wattwil/Ernetschwil von 50 kV auf 110kV wurde die bestehende Freileitung Uznach-Wattwil auf einer Länge von 1.5 km entlang des Ernetschwilerbachs in die Erde verlegt. Durch die höhere Spannung können Netzengpässe sowie
Übertragungsverluste verringert werden. Die Arbeiten konnten im Rahmen der Renaturierungsar-beiten und Hochwasserschutzmassnahmen beim Ernetschwilerbach durchgeführt und so Syner-gien genutzt werden. Die Versorgungssicherheit war während der Leitungsbauarbeiten durch ein Freileitungsprovisorium sichergestellt.

Erweiterung des Werkhofs – Betriebliche Abläufe optimieren

Ein neues Gebäude für die Freileitungsmonteure wurde direkt auf dem Gelände des UW Grynau errichtet und ersetzt das bisherige, renovationsbedürftige Gebäude aus dem Jahre 1955, das sich rund 800 Meter vom Unterwerk entfernt befindet. Durch den kürzeren Weg und die Nutzung von Synergien zwischen Anlagen- und Leitungswartung werden die betrieblichen Abläufe vereinfacht und optimiert. Das Herzstück des Gebäudes bildet die grosse Fahrzeughalle, in der nebst Fahr-zeugen Maschinen und Werkzeuge für die Instandhaltungsarbeiten gelagert werden.

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