Weitere Wertberichtigungen wegen schwachem Euro und tiefem Strompreis

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14.09.2015 - Das Marktumfeld für Energieunternehmen bleibt äusserst herausfordernd: Neben den anhaltend tiefen Grosshandelspreisen für Strom auf dem europäischen Markt sorgt nun auch der Währungseffekt für erheblichen finanziellen Druck. Axpo muss daher erneut Wertberichtigungen auf ihren Kraftwerken und Energiebezugsverträgen vornehmen. Das operative Geschäft entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr derweil positiv.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit der in- und ausländischen Produktionsanlagen und der Energiebezugsverträge aus Frankreich im Hinblick auf den Abschluss des Geschäftsjahres 2014/15 der Axpo hat ergeben, dass erneute Anpassungen unabdingbar sind. Haupttreiber ist dabei der nachhaltig schwache Euro: Da sich der Schweizer Grosshandelspreis für Strom aus dem deutschen Börsenpreis und dem aktuellen Umrechnungskurs Euro/CHF ableitet, schlägt der zu erwartende Umsatzeinbruch in Höhe von rund 15% unmittelbar auf den Wert des Kraftwerkparks durch.

Zwei Drittel der Wertanpassungen aufgrund Euro/CHF-Effekt

Durch die notwendigen Wertberichtigungen wird das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres 2014/15 insgesamt voraussichtlich mit rund 1.2 Mia. CHF belastet. Das Unternehmensergebnis von Axpo wird aufgrund der Anpassungen bei der Werthaltigkeit auch im aktuellen Geschäftsjahr negativ ausfallen.

Die erwarteten zukünftigen Geldflüsse aus der Nutzung der Kraftwerke und der Energiebezugsrechte haben sich erneut verschlechtert. Dabei sind rund zwei Drittel der Verschlechterung auf einen währungsbedingten Umsatzrückgang zurückzuführen, der Rest auf die weiter gesunkenen Grosshandelspreise für Strom. Dass die Preise so tief sind, liegt hauptsächlich an der weiterhin steigenden Einspeisung von subventionierter Energie vor allem in Deutschland, den tiefen Preisen für CO2-Zertifikate und Kohle sowie den verhaltenen konjunkturellen Aussichten in Europa.

Von den Wertberichtigungen betroffen sind wie in der Vergangenheit inländische Wasser- und Kernkraftwerke, Kleinwasserkraftanlagen und Biomasseanlagen. Im europäischen Ausland muss Axpo den Wert ihrer Gaskombi- und Windkraftwerke anpassen.

Wesentliche Fortschritte bei der Umsetzung der neuen Strategie

Angesichts des herausfordernden Marktumfelds bleibt die nachhaltige Sicherung der Rentabilität und der Kapitalmarktfähigkeit weiterhin das oberste strategische Ziel von Axpo. Im ersten Halbjahr 2014/15 hatte sich gezeigt, dass der Konzern erfreuliche Fortschritte bei der Umsetzung seiner Strategie der Optimierung des Kerngeschäfts, der Kostensenkung und der Erschliessung neuer Ertragsquellen machen konnte. Die im Jahr 2014 ergriffenen und konsequent umgesetzten Massnahmen machen sich positiv bemerkbar. Passend dazu hat Axpo kürzlich die Übernahme des deutschen Windparkentwicklers Volkswind bekannt gegeben, mit der das Unternehmen in das Geschäft mit dem Bau von Windkraftanlagen einsteigt.

Das detaillierte Ergebnis des Geschäftsjahres 2014/15 (1. Oktober 2014 – 30. September 2015) wird Axpo anlässlich der Bilanzmedienkonferenz vom 18. Dezember 2015 vorlegen.

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