Schweizer Offshore-Windpark Global Tech I in der Nordsee am Netz

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02.09.2015 - Der Offshore-Windpark Global Tech I (GT I), 140 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste, ist heute offiziell in Betrieb gegangen. Mit 400 Megawatt Leistung ist es der größte Offshore-Windpark, der in diesem Jahr in Deutschland ans Netz geht. Axpo hält an diesem Windpark 24,1%; GT I ist damit der erste Offshore-Park mit substantieller Schweizer Beteiligung. Die vor der Nordseeküste produzierte Energie wird Axpo in Höhe ihrer eigenen Anteile direkt über ihre Tochtergesellschaft in Deutschland vermarkten. 

Axpo kann mit der Eröffnung von Global Tech I ihre Position und ihr Knowhow im Windkraftgeschäft gezielt und kontinuierlich ausbauen. „Global Tech I passt hervorragend in die Axpo Strategie“, so Andy Heiz, Geschäftsbereichsleiter für Produktion und Netze bei Axpo. Die Eröffnung ist ein „Meilenstein und ein bedeutender Ausbau unseres Portfolios im Bereich Windenergie“. Wie die am 16. Juli 2015 angekündigte Akquisition des Windparkentwicklers „Volkswind“ und die Beteiligungen an Onshore-Windparks gehört GT I zu den Investitionen, mit denen Axpo die Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien in Europa vorantreibt. In der Schweiz ist Axpo bereits seit langem die mit Abstand grösste Produzentin von erneuerbarer Energie.

Pionierbauprojekt der Superlative im Kostenrahmen geblieben

Mit 80 Windturbinen der 5-Megawatt-Klasse und damit 400 Megawatt Gesamtleistung ist GT I der grösste Offshore-Windpark, der in diesem Jahr ans Netz geht. Er kann rein rechnerisch rund 445‘000 Haushalte mit Strom versorgen. Das Nordsee-Kraftwerk GT I leistet damit einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung und zur Erreichung der Klimaziele. Die CO2-Einsparung beträgt jährlich 1,2 Millionen Tonnen im Vergleich zu herkömmlichen Kohlekraftwerken.

Der Global-Tech-I-Park erstreckt sich über eine Fläche von über 40 Quadratkilometern, was der Fläche der Stadt Sankt Gallen entspricht. Mit einer Entfernung von 140 Kilometern vom Logistik-Stützpunkt in Emden ist es auch gleichzeitig der Windpark, der am weitesten von der Küste entfernt liegt. Die gesamten Investitionskosten für den Offshore-Windpark belaufen sich auf 1,8 Milliarden Euro. Axpo ist neben den deutschen Energieunternehmen Stadtwerke München und der ENTEGA AG die dritte grosse Anteilseignerin bei GT I.

Der Bau des Windparks selbst stellt eine technische Meisterleistung dar: Die Windturbinen wurden unter Berücksichtigung strikter Meeresumweltschutzauflagen in einer Wassertiefe von 40 Metern auf stählernen Tripod-Gründungsstrukturen montiert. Die gesamte Logistik für alle Bauabschnitte, von der Installation der Fundamente bis zur Montage der Rotorsterne musste optimal und flexibel auf Faktoren wie Wetter, Verfügbarkeiten von Schiffen, Crews, Material sowie dem Netzanschluss abgestimmt werden. Da der Netzanschluss mehrfach verschoben wurde, hatte Global Tech I den Bauzeiten-Plan soweit wie möglich adaptiert und trotz der Verzögerungen das Projekt im erwarteten Kosten- und adaptierten Zeitrahmen realisiert.

Hotel und Spital mitten in der Nordsee

Um einen reibungslosen Betrieb des Windparks zu gewährleisten, arbeiten die mit 37 Personen besetzte Offshore-Umspannstation im Windpark und die Betriebsleitstelle in der Hamburger HafenCity eng zusammen. Die Betriebsleitstelle überwacht den Seeraum sowie sämtliche Parameter des Windparks. Darüber hinaus gehört auch die Steuerung des parkinternen Kabelnetzes und der Grosstransformatoren, die den Strom der Windkraftanlagen von 33 auf 155 Kilovolt umspannen, dazu. Das alles per Mausklick aus dem Herzen Hamburgs. Die Betriebsleitstelle ist gleichzeitig für die Kommunikation mit den Direktvermarktern des erzeugten Stroms sowie dem Übergangsnetzbetreiber verantwortlich.

Die Umspannstation ist aufgrund der großen Entfernung des Windparks zur Küste als logistischer Stützpunkt für Service- und Wartungseinsätze eingerichtet. Sie verfügt, vergleichbar mit einer autarken Kleinstadt, über alle notwendigen Einrichtungen wie Frisch- und Abwasseraufbereitung, einem Hotelbetrieb, einem Hospital mit Rettungsassistenten und telemedizinischem Gerät sowie einer eigenen „Feuerwehr“ und einem Helikopterlandeplatz inklusive Tankstelle.

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