Kernkraftwerk Beznau: Block 2 nach Revision wieder am Netz – Wiederinbetriebnahme Block 1 verzögert sich

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28.09.2017 - Das Kernkraftwerk Beznau (KKB) hat die Revision von Block 2 abgeschlossen und die Anlage nach Freigabe durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) in der Nacht auf heute wieder ans Netz gebracht. Dagegen verzögert sich die Wiederinbetriebnahme von Block 1 aufgrund weiterer vom ENSI geforderter Materialuntersuchungen.

Im Fokus der planmässig durchgeführten Revision am KKB 2 standen umfangreiche wiederkehrende Prüf- und Inspektionsarbeiten sowie die Erneuerung von Anlagekomponenten im nicht nuklearen Teil der Anlage. Zudem wurden integrale Systemtests durchgeführt. 16 der insgesamt 121 Brennelemente wurden durch neue ausgetauscht und in den Reaktorkern eingesetzt, womit die Anlage für den anstehenden Produktionszyklus bereit ist.
Im Rahmen des Wiederanfahrens wird das KKB den Block 2 unterschiedlichen Sicherheitstests unterziehen und den Leistungsbetrieb stufenweise aufnehmen. Das KKB 2 dürfte in rund zwei Tagen wieder auf Volllast sein. Während des Wiederanfahrens des Kraftwerks wird zeitweise aus dem nicht nuklearen Teil der Anlage sichtbar Dampf abgegeben. Es besteht keine Gefährdung von Mensch und Umwelt.

Die Wiederinbetriebnahme von Block 1 verzögert sich dagegen weiter. Grund dafür sind zusätzliche umfangreiche Materialuntersuchungen, die vom ENSI als Voraussetzung für die Gewährung der Wiederanfahrbewilligung gefordert werden. Axpo geht davon aus, dass die Anlage Ende Februar 2018 wieder in Betrieb gehen kann.

Axpo ist trotz dieser erneuten Verzögerung überzeugt, dass keine sicherheitstechnische Vorbehalte gegenüber dem Weiterbetrieb der Anlage bestehen. Alle bisher durchgeführten Untersuchungen und Analysen haben dies wiederholt bestätigt.

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