Unterwerk Etzel mit klimafreundlicher Weltpremiere

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08. 06. 2017 - Axpo und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) setzen beim neuen, sich derzeit im Bau befindenden Unterwerk Etzel in Altendorf (SZ) auf ein neues, klimafreundliches Gas zur elektrischen Isolation. Das innovative, ökoeffiziente Gas g3 wird weltweit erstmals bei einer Hochspannungsschaltanlage verwendet. Es ersetzt das üblicherweise verwendete Isoliergas SF6 , dem gegenüber das g3-Gas ein 98 Prozent geringeres Treibhauspotenzial aufweist.
 

Axpo und EKZ bauen das neue gemeinsame Unterwerk Etzel zur Verstärkung der Stromversorgung für die Bezirke Höfe und March im Kanton Schwyz. Die für 2018 geplante Netzverstärkung kann nach einer erfolgreichen Testphase nun mit einer besonders umweltfreundlichen Lösung erfolgen: Die gasisolierte Schaltanlage (GIS), in der die eigentliche Stromverteilung erfolgt, wird beim Unterwerk Etzel mit dem neuen klimafreundlichen Isoliergas g3 in Betrieb genommen werden. Isoliergas wird bei Schaltanlagen verwendet, um wesentliche Komponenten wie Kontakte und Leiter zu isolieren. Tests während der letzten Wochen durch General Electric GE gemäss internationalem Standard haben ergeben, dass das neue Gasgemisch g3 als sichere und klimafreundliche Alternative zum üblicherweise verwendeten Isoliergas SF6 bei der Hochspannungsschaltanlage verwendet werden kann. g3 hat ein um 98 Prozent geringeres Klimaerwärmungspotential als SF6, ohne die Isolier- und Schalteigenschaften einzuschränken. Schweizweit sind Schaltanlagen mit SF6-freiem Gas eine Neuheit. Weltweit ist der Einsatz von g3, das erst seit 2015 erhältlich ist, bei einer Hochspannungsschaltanlage erstmalig. Der Technologiesprung beim Unterwerk Etzel trägt zur Reduzierung der Klimabelastung bei.

Minimale Gasverluste durch umsichtigen Betrieb

Durch den Einsatz von Isoliergas sind kompakte Schaltanlagen in kleinen Räumen realisierbar, im Gegensatz zu gebräuchlichen luftisolierten Schaltanlagen. Seit rund 50 Jahren wird dazu in der Schweiz und weltweit das Isoliergas SF6 eingesetzt. Das Isoliergas ist in den gekapselten Anlageteilen eingeschlossen und kann nur bei Leckagen entweichen und im Falle des SF6-Gases das Klima belasten. Unabhängig von der Art des Isoliergases ist daher entscheidend, die Verluste durch einen sicheren Betrieb, eine sorgfältige Handhabung und Instandhaltung der Anlage möglichst gering zu halten. Axpo und EKZ weisen im internationalen Vergleich bei ihren Anlagen die niedrigste Verlustrate von SF6 von nur 0.2% pro Jahr auf. Der internationale Benchmark liegt bei 0.5%. Durch den Einsatz des neuen klimafreundlichen Gases g3 beim neuen Unterwerk Etzel sowie die geringe Verlustrate profitiert das Klima doppelt.

Nachhaltige Innovation als Teil der Unternehmensstrategie

Mit dem innovativen Pionierprojekt leisten Axpo und EKZ einen wesentlichen Beitrag an den Klimaschutz und bekräftigen ihr Engagement für eine nachhaltige Energieversorgung. Sowohl Axpo als auch EKZ haben sich in ihren Unternehmensstrategien der Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Suche nach innovativen Lösungen, um Treibhausgasemissionen kontinuierlich zu reduzieren, ist Ausdruck ökologisch verantwortungsvollen Handelns, sowohl bei Axpo wie auch bei EKZ.

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