Verteilnetz: Tiefere Tarife für Axpo Kunden dank Optimierungen

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19.07.2017 - Axpo richtet ihre Netzplanung auf die Energiestrategie 2050 aus: Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, insbesondere neuen Einschätzungen zur Lastentwicklung im Verteilnetz, kommt es zu Anpassungen bei den Netzprojekten in den Kantonen Thurgau und St. Gallen. Mit zielgerichteten Optimierungsmassnahmen werden Investitionskosten in der Grössenordnung von rund CHF 50 Mio. eingespart, was sich positiv auf die zukünftigen Netztarife für Axpo Netzkunden in der Nordostschweiz auswirken wird.

Axpo betreibt das grösste überregionale Verteilnetz der Schweiz. Die gesamte Leitungslänge erstreckt sich über 2238 km. Dank der laufenden Überprüfung und Optimierung ihrer Netzstruktur garantiert Axpo ein zuverlässiges Stromnetz zu niedrigen Netztarifen.

Um den wachsenden Ansprüchen der Energiezukunft und der Entwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft Rechnung zu tragen, baut Axpo ihr überregionales Verteilnetz sukzessive für den Betrieb mit 110 Kilovolt (kV) um. Damit erhöhen sich die Übertragungskapazitäten und die Netzverluste reduzieren sich um 75 Prozent. Die bereits erfolgten Spannungsumstellungen haben sich bewährt und werden von Axpo weiter vorangetrieben. Dabei wird jedes Projekt laufend hinsichtlich der betrieblichen und wirtschaftlichen Notwendigkeit überprüft und bei Bedarf den sich verändernden regionalen und energiepolitischen Rahmenbedingungen angepasst.

Projektänderungen aufgrund neuer Rahmenbedingungen

Das angenommene Energiegesetz des Bundes stellt neue Anforderungen an die Stromnetze: Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wird künftig die dezentrale Stromproduktion zunehmen. Die dezentrale Produktion wird verstärkt in Netze mit niedrigerer Spannung einspeisen, was dazu beiträgt, dass die Lastentwicklung im überregionalen Netz weniger stark ausfällt, als bisher angenommen. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung und aufgrund der regionalen Gegebenheiten passt Axpo ihre Netzprojekte in den Kantonen St. Gallen und Thurgau an:

  • Im Kanton St. Gallen wird bei der Leitung entlang des Walensees auf die ursprünglich geplante Spannungsumstellung auf 110 kV verzichtet. Die Leitung wird mit 50 kV weiterbetrieben.
  • Die 50-kV-Leitungsverbindung der Axpo zwischen Gossau und Wattwil sowie zwischen Bazenheid und Oberuzwil im Kanton St. Gallen wird künftig nicht mehr benötigt.
  • Im Kanton Thurgau wird die 50-kV-Leitung Hasli-Schlattingen ebenfalls nicht mehr benötigt und auf den Bau der 110-kV-Leitung verzichtet.
  • Ergänzend wird im Gesamtnetz der Axpo in der Nordostschweiz die Anzahl der Grosstransformatoren um drei Einheiten reduziert.

In Abstimmung mit den beteiligten Partnern wird der bedarfsgerechte Rückbau der nicht mehr benötigten Leitungen in den kommenden Jahren geprüft.

Die Versorgungssicherheit wird in den betroffenen Regionen mit den eingeleiteten Massnahmen weiterhin auf hohem Niveau gehalten. Mit den Optimierungen wird Axpo auch in Zukunft ein sicheres und effizientes Netz bereitstellen.

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