Kraftwerke Linth-Limmern AG: GV genehmigt Jahresrechnung 2016/17

28.03.2018 - Die Generalversammlung der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL) hat heute die Jahresrechnung 2016/17 genehmigt und die Auszahlung der statutarischen Pflichtdividende in Höhe von 1,5% auf dem Aktienkapital von 350 Mio. CHF beschlossen. Dies entspricht 5.25 Mio. CHF. Das abgelaufene Geschäftsjahr war vom erfolgreichen Projektabschluss beim Pumpspeicherwerk Limmern geprägt.

Die Energieerzeugung der KLL zuhanden der Partner erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016/17 (1. Oktober 2016 bis 30. September 2017) aufgrund des Probebetriebs des PSW Limmern sowie der anschliessenden Übergabe der ersten Maschinengruppen vom Hersteller an die KLL um 237.7 Mio. kWh auf 903.8 Mio. kWh (Vorjahr 666.1 Mio. kWh). Parallel dazu stiegen auch die Jahreskosten zu Lasten der Partner auf 97.441 Mio. CHF (Vorjahr 78.484 Mio. CHF). Hauptgrund dafür waren die zusätzlichen Kosten von 7.579 Mio. CHF für den gegenüber dem Vorjahr erhöhten Pumpbetrieb sowie die durch die ersten Aktivierungen des PSW Limmern um 8.416 Mio. CHF gestiegenen Abschreibungen. Trotz gestiegener Jahreskosten sind die Produktionskosten infolge der höheren Jahresproduktion – erstmalig wurde mit allen vier Maschinengruppen des PSW Limmern produziert – um 1.00 Rappen pro kWh auf 10.78 Rappen pro kWh gesunken.

Grösstes Schweizer Ausbauprojekt im Bereich Wasserkraft abgeschlossen

Das abgelaufene Geschäftsjahr der KLL stand vor allem im Zeichen der äusserst anspruchsvollen Arbeiten im Hinblick auf die Übergabe der vier Maschinengruppen des PSW Limmern vom Hersteller an die KLL. Im Vordergrund standen dabei zahlreiche Tests. Alle vier Maschinengruppen befanden sich im so genannten Probebetrieb. In dieser Phase standen die Maschinen dem Handel zur Verfügung und der produzierte bzw. aus dem Netz bezogene Strom konnte auf dem Strommarkt verkauft oder eingekauft werden.

Nach erfolgreichem Abschluss des Probebetriebs folgte die Übergabe der Maschinen vom Hersteller an die KLL. Mit dem so genannten PAC (Provisional Acceptance Certificate) wurde im August 2017 bei der Maschinengruppe 2 und Ende September 2017 bei der Maschinengruppe 3 die provisorische Abnahme erreicht. Die Maschinengruppen 1 und 4 folgten Ende 2017. Parallel dazu konnten in der Maschinenkaverne die Innenausbauarbeiten abgeschlossen werden. Seit Anfang 2018 ist das Kraftwerk nun für öffentliche Führungen zugänglich.

Auch die Rückbau- und Renaturierungsarbeiten kamen gut voran: Die Bauseilbahn 2 vom Limmernsee bis zur Muttenalp wurde im Verlauf des Frühlings 2017 rückgebaut. Die Berg- und Talstationen sind inzwischen abgebaut und die Plätze weitgehend renaturiert. Der Installationsplatz Tierfehd befindet sich bereits wieder im früheren Zustand: Die Wiesen sind begrünt und die provisorisch an die Linth verlegte Strasse verläuft wieder auf der originalen Spur.

Verwaltungsratswahlen

Die Aktionäre wählten an der 60. ordentlichen Generalversammlung vom 28. März 2018 wiederum Andrea Bettiga, Guy Bühler, Jörg Huwyler, Robert Marti und Jürg Wädensweiler als Mitglieder des Verwaltungsrats für die Amtsdauer von einem Jahr. Für Rolf W. Mathis, der aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten ist, wurde Hans-Peter Zehnder neu in den Verwaltungsrat gewählt. Der neue Präsident des Verwaltungsrates ist Jörg Huwyler.

Die Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL) mit Sitz in Glarus Süd ist ein Partnerunternehmen des Kantons Glarus und der Axpo Power AG. Am Aktienkapital sind der Kanton Glarus mit 15 Prozent und die Axpo mit 85 Prozent beteiligt.

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