Operatives Ergebnis um 29% gesteigert – profitables Wachstum im Auslandgeschäft

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12.12.2018 - Axpo hat im Geschäftsjahr 2017/18 ein starkes Ergebnis erzielt. Sowohl Betriebsergebnis (348 Mio. CHF, +29%) als auch operativer Cashflow (474 Mio. CHF, +171%) legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Dies ist vor allem auf die gute operative Leistung im internationalen Geschäft und bei den erneuerbaren Energien zurückzuführen. Die Schweizer Stromproduktion hingegen belastete das Ergebnis auch in diesem Jahr. Die seit 2016 steigenden Strompreise werden sich erst mit Verzögerung auf das Ergebnis auswirken.

Mit ihrer auf Wachstum, Diversifikation und Wertsteigerung ausgelegten Strategie hat Axpo frühzeitig die Weichen für profitables Wachstum gestellt. Nach dem erfreulichen Ergebnis des Vorjahres hat sich dieser positive Trend im Geschäftsjahr 2017/18 bestätigt. Sehr gut entwickelten sich vor allem die Auslandsaktivitäten. Hier liefern Energiehandel, erneuerbare Energien, Systemdienstleistungen und das strompreisunabhängige Kundengeschäft substanzielle Beiträge an das Unternehmensergebnis. Die Erlöse aus dem Stromverkauf hingegen sind nach wie vor tief, weil Axpo ihre Produktion jeweils bis zu drei Jahre im Voraus absichert und sich die aktuell steigenden Strompreise deshalb erst im Geschäftsjahr 2019/20 auswirken werden.

Axpo steigerte den EBIT deutlich auf CHF 348 Mio. (Vorjahr: 269 Mio. CHF). Dieser Anstieg verdeutlicht einerseits die operativen Fortschritte und die Kostendisziplin, welche in wiederkehrenden Einsparungen von über CHF 200 Mio. pro Jahr resultieren. Zudem wirkte sich die höhere Verfügbarkeit der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt positiv aus. Der EBIT bildet andererseits auch Gewinnverschiebungen im Handel aus dem Vorjahr ab. Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit stieg deutlich auf 474 Mio. CHF (Vorjahr: 175 Mio. CHF) und der Free Cashflow erhöhte sich auf CHF 276 Mio. (Vorjahr: -119 Mio. CHF). Das Unternehmensergebnis ging wegen Einmaleffekten im Vorjahr auf 131 Mio. CHF zurück (Vorjahr: 310 Mio. CHF). Die Gesamtleistung verringerte sich auf 4850 Mio. CHF (Vorjahr: 5567 Mio. CHF), dies ausschliesslich aufgrund einer Anpassung in der Bilanzierungsmethodik von Absicherungspositionen. Die physischen Stromlieferungen an Kunden hingegen nahmen um 2,8% zu auf 70,9 TWh.

Die Investitionen beliefen sich auf 198 Mio. CHF. Dabei lag der Fokus auf dem sicheren Betrieb der Kraftwerke. Aufgrund ungenügender Ertragsaussichten fliessen derzeit kaum Investitionen in die Wasserkraft. Die Gesamtliquidität erhöhte sich auf CHF 5,0 Mia. (Vorjahr: CHF 4.7 Mia.). Das Eigenkapital stieg um 95 Mio. CHF auf 4979 Mio. CHF.

Deutliche Gewinnsteigerung im Auslandgeschäft

Die internationalen Geschäftstätigkeiten haben sich erneut erfreulich entwickelt. Axpo ist mittlerweile in 28 Ländern präsent und in 39 Märkten aktiv. Das europäische Handelsgeschäft erzielte eine erfolgreiche Performance. Mit 14’000 MW ist Axpo die führende Vermarkterin von erneuerbarer Energie in Europa. Auf der iberischen Halbinsel, in Italien und in Nordeuropa baute Axpo die Geschäftstätigkeit weiter aus. Auch die 2016 gegründete Axpo US liefert positive Ergebnisbeiträge. In Italien verfügt Axpo im Stromvertrieb für Privatkunden bereits über 200'000 Lieferpunkte. Die Gaskombikraftwerke in Italien erwirtschafteten mit Systemdienstleistungen substanzielle Ergebnis-Beiträge. Die Axpo-Tochter Volkswind verkaufte vier Windparks aus ihrem umfangreichen Portfolio in Frankreich. Die Transaktion ist Teil der auf profitables Wachstum ausgerichteten Strategie bei den Erneuerbaren Energien, die neben Bau und Betrieb von Windparks auch Verkäufe beinhaltet. Im vergangenen Geschäftsjahr errichtete das Unternehmen fünf Windparks in Frankreich. Insgesamt hat Volkswind 60 Windparks mit 700 MW Leistung gebaut.

Die physischen Stromlieferungen an Kunden in Europa stiegen um 2,8 Prozent auf 70,9 TWh. Das Volumen im internationalen Handel mit verflüssigtem Erdgas (LNG) erhöhte sich um 17,5 Prozent auf 23,5 TWh. Im Energiehandel gelang es, die höhere Volatilität an den Märkten zu nutzen und die steigenden CO2- und Strompreise zu antizipieren. Insgesamt lieferten die internationalen Geschäftstätigkeiten Ergebnisbeiträge von rund 150 Mio. CHF.

Auch in der Schweiz entwickelte sich das strompreisunabhängige Geschäft positiv. Die IT-Dienstleisterin und Axpo Tochtergesellschaft Avectris verzeichnete ein starkes Wachstum im Drittkundengeschäft. Der Umsatz erhöhte sich auf 89,5 Mio. CHF (Vorjahr: 67 Mio. CHF) und der operative Gewinn (EBITDA) auf 8,8 Mio. CHF. Die Axpo Tochtergesellschaft CKW erwirtschaftete ein Betriebsergebnis von 103 Mio. CHF (Vorjahr: 78 Mio. CHF) und steigerte den Umsatz um 8,3 Prozent auf 917 Mio. CHF. Insbesondere die zunehmende Diversifikation zum umfassenden Energiedienstleister trug zu diesem positiven Ergebnis bei.

Höhere Strompreise wirken ab 2020

Aufgrund der auf drei Jahre abgesicherten Strompreise wird das Geschäftsjahr 2018/19 nochmals von tiefen Stromerlösen geprägt sein. Da die Tiefststände bei den Strompreisen 2016 erreicht wurden, erwartet Axpo für das laufende Geschäftsjahr rund 150 Mio. CHF niedrigere Stromerlöse. Für die Geschäftsjahre 2019/20 und 2020/21 konnte Axpo den grössten Teil der Produktion zu wesentlich höheren Preisen verkaufen, was sich positiv auf das Ergebnis auswirken wird.

In einem nach wie vor von Unsicherheit geprägten wirtschaftlichen und politischen Umfeld wird Axpo den eingeschlagenen Weg der Wertsteigerung fortsetzen und neben gezieltem Wachstum und einer Diversifikation des Portfolios auch einen deutlichen Fokus auf der Kostendisziplin beibehalten.

Informationen zu den Axpo Geschäftszahlen 2017/18 sind zu finden unter:

www.axpo.com/bmk18

Kennzahlen des Axpo Konzerns, Geschäftsjahr 2017/18

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