Teilverkabelung der Freileitung am Klingnauer Stausee

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19.10.2020 – Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit plant Axpo, die Spannung auf ihren Stromleitungen im unteren Aaretal (Kanton Aargau) von 50 auf 110 Kilovolt zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts soll der Leitungsabschnitt ab dem Aareufer bei Beznau bis zum Unterwerk beim Kraftwerk Klingnau abgerissen und neu in den Boden verlegt werden. Die Region profitiert von einer nachhaltigen Energieversorgung und Aufwertung des Naherholungsgebiets rund um den Klingnauer Stausee.


Der Ausbau der Netzstruktur ist die Basis einer sicheren Stromversorgung. Um den wachsenden Ansprüchen gerecht zu werden, erhöht Axpo in ihren entsprechenden lokalen Verteilnetzen die Spannung sukzessive von 50 auf 110 Kilovolt (kV). Eine höhere Spannung verringert Übertragungsverluste um bis zu 75% und sorgt für einen effizienteren Transport von Strom.

Im Rahmen dieser Spannungsumstellungen plant Axpo mehrere Leitungsabschnitte im unteren Aaretal umzubauen. Dazu hat Axpo beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) Plangenehmigungsgesuche eingereicht. Die bestehenden Freileitungen werden geringfügig angepasst. Bei zwei Abschnitten wird die Freileitung durch eine Erdkabelleitung ersetzt. Dies betrifft insbesondere die Leitung zwischen Beznau und dem Kraftwerk Klingnau entlang des Klingnauer Stausees durch die Gemeinden Böttstein, Döttingen, Leuggern und Klingnau:

  • Von Beznau bis über die Aare soll die Freileitung bestehen bleiben.
  • Ab dem Aareufer bei Beznau bis zum Unterwerk Klingnau soll die bestehende Freileitung abgerissen und neu auf einer Strecke von 4.7 km verkabelt werden.
  • Zusätzlich soll auch die Freileitung ab Klingnau in Richtung Rekingen, ausgehend vom Kraftwerk Klingnau bis zur Anhöhe Hard/Härdli (zukünftiges Materialabbaugebiet Klingnau), durch eine 1.8 km lange Kabelleitung ersetzt werden. Dabei werden Infrastrukturmassnahmen mit der AEW und der Gemeinde Klingnau gebündelt.

Aufwertung des Naherholungsgebiets

Der Entscheid, welche Technologie – Freileitung oder Erdverkabelung – zum Einsatz kommt, erfolgt stets unter sorgfältiger Prüfung und unter Abwägung verschiedenster Kriterien. Diese berücksichtigen nebst der geltenden Stromversorgungs- und Umweltgesetzgebung technische Aspekte sowie Fragen der Raumentwicklung, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Ausserdem müssen regionale und lokale Gegebenheiten beachtet werden. Im Rahmen dieser Gesamtbetrachtung und im Austausch mit den zuständigen Behörden und Interessensgruppen, wie Natur-, Gewässer- und Vogelschutz, wurde für die Leitung Beznau-Klingnau eine Teilverkabelung als beste Lösung eruiert.

Die Aarelandschaft bei Klingnau gehört zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) und bedarf besonderer Berücksichtigung der Umweltaspekte. Die in engem Austausch mit den Behörden und Interessensgruppen getroffenen Lösungen zur Spannungsumstellung im unteren Aaretal tragen diesem Aspekt besonders Rechnung.

Baubeginn erfolgt nach Genehmigung durch das ESTI und nach öffentlicher Auflage frühestens 2021. Die verkabelten Freileitungsabschnitte werden abgerissen, sobald sämtliche Spannungsumstellungsprojekte in der Region abgeschlossen sind.

 

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