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Misoxer Kraftwerke: Staumauer Isola wird präventiv saniert

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22.08.2019 - Bei der Staumauer Isola der Misoxer Kraftwerke im Kanton Graubünden werden diesen Winter vorsorgliche Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Um durch das Quellen des Betons entstandene Spannungen im Innern der Staumauer abzubauen, wird gemäss weltweit bewährtem Verfahren ein Schnitt durch die Mauer gemacht. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis nächsten Frühling. Die Sicherheit der Staumauer ist jederzeit gewährleistet.

Die Talsperre Isola beim San Bernardino Pass ist zwischen 1957 und 1963 als Bogengewichtsstaumauer erbaut worden. Regelmässige Messungen während der letzten 40 Jahre zeigen eine leichte Zunahme des Betonvolumens bei der Staumauer. Das Quellen von Beton (Alkali Aggregate Reaktion- AAR oder Sulfat-quellen SAR) ist ein weltweit bekanntes und erforschtes Phänomen, das auf eine chemische Reaktion zwischen Zementstein und Betonkies zurückzuführen ist.

Auslöser für das Quellen des Betons bei der Staumauer Isola sind sulfathaltige Stoffe beim Beton, welche in der Region San Bernardino vorkommen. Diese Stoffe wurden damals für die Herstellung des Betons verwendet. Seit ihrer Entstehung hat sich die Staumauer durch den wachsenden inneren Druck um gut 60 mm in der Mitte der Staumauer kontinuierlich und irreversibel bleibend gegen die Wasserseite verformt. Dieses Verhalten wird seit Jahren durch ausgedehnte Messsysteme beobachtet und in Expertisen zuhanden der Bundesaufsichtsbehörde, dem Bundesamt für Energie (BFE), analysiert. Trotz des Quellens ist die Sicherheit der Staumauer jederzeit gewährleistet.

Staumauer schneiden, um Spannung abzubauen

Um die durch das Quellen entstandene Spannung zu reduzieren, wird im Winter 2019/2020 vorsorglich in einem Mauerblock ein schmales Stück von insgesamt rund 30 mm mittels voraussichtlich drei Seilschnitten entfernt. Durch den gewonnenen Raum kann sich der Beton ausdehnen, die Spannung wird so abgebaut. Die verbleibende Fuge wird im Anschluss wieder verfüllt. Das Verfahren basiert auf einer bewährten, aktuellen Technik, die in der Schweiz und weltweit bereits bei diversen Staumauern erfolgreich angewendet wurde.

Der gesamte Vorgang wird messtechnisch genau überwacht. Die Bauarbeiten werden bei tiefem Seestand im Winter durchgeführt. Ab Mitte August wird mit den aufwändigen Baustelleninstallationen begonnen. Im Herbst werden erste Bohrungen an der vom Stausee abgewandten Mauerseite ausgeführt. Die eigentlichen Schneid- und Instandstellungsarbeiten beginnen Mitte Januar 2020 und sind voraussichtlich bis Frühling 2020 abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund CHF 2.5 Millionen.

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