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Neue Erdkabelleitung zwischen Langacher und Sins am Netz

19.08.2026 – Axpo hat im Kanton Zug eine neue Erdkabelleitung in Betrieb genommen. Der 5.5 Kilometer lange Abschnitt zwischen Langacher (Cham) ZG und Sins AG ist seit diesem Sommer in Betrieb. Die neue Hochspannungsleitung ersetzt die bestehende Freileitung, verfügt über eine höhere Übertragungskapazität und wertet durch die Erdverlegung das Landschaftsbild im Kanton Zug auf.

Darum geht’s:

  • Um den Strom auch in Zukunft sicher und zuverlässig zu den nachgelagerten Energieversorgern zu transportieren, stellt Axpo die Betriebsspannung ihres überregionalen Leitungsnetzes in der Schweiz von 50 auf 110 Kilovolt um.
  • Mit dem Abschluss des Verkabelungsprojekts erreicht Axpo einen wichtigen Meilenstein: Die neue Leitung zwischen Langacher und Sins stärkt die Versorgungssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Netzinfrastruktur im Kanton Zug.
  • Die Erdverlegung der neuen Kabelleitung und der Rückbau der Freileitung leisten einen wichtigen Beitrag für den Landschaft- und Ortsbildschutz im Kanton Zug.

Das Hochspannungsnetz im Kanton Zug stellt die überregionale Energieversorgung der Zuger Bevölkerung und Wirtschaft sicher. Für eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung erhöht Axpo in dieser Region die Betriebsspannung ihrer Leitungen von 50 auf 110 Kilovolt (kV). Als eine der letzten Massnahmen hat Axpo in den vergangenen 15 Monaten eine neue 110-kV-Erdkabelleitung gebaut. Sie verläuft vom Unterwerk Langacher der WWZ in Cham über Hünenberg bis zur Reuss. Diese wurde mittels Spülbohrung unterquert. Auf der anderen Flussseite schliesst die neue Leitung an die bestehende 110-kV-Leitung zum Unterwerk Sins der AEW Energie AG an. Die neue Erdkabelleitung ersetzt die bestehende 50-kV-Freileitung zwischen Cham Bibersee und Sins und ist vorerst mit 50 kV in Betrieb.

Kanton und Gemeinden übernehmen Mehrkosten

Der Zuger Regierungsrat und Kantonsrat setzen sich im kantonalen Richtplan seit 2015 dafür ein, dass die Betreiberinnen von Hochspannungsleitungen verpflichtet werden, die Leitungen unterirdisch zu führen. Mit der Erdverlegung auf dem Trassee zwischen den Unterwerken Langacher und Sins konnte ein Projekt von grosser Bedeutung für den Landschaftsschutz abgeschlossen werden. Nach dem Rückbau wird die Freileitung die sensiblen Naturlandschaften von nationaler Bedeutung sowie kantonale Landschaftsschongebiete nicht mehr zerschneiden. Dasselbe gilt für Ortsbilder von nationaler Bedeutung. Zudem wird der Wald nicht mehr überspannt.

Dass die Freileitung neu unterirdisch geführt wird, ist dem Kanton Zug und den Gemeinden Cham, Hünenberg und Steinhausen zu verdanken. Entsprechend stimmte der Zuger Kantonsrat einem Kredit über Mehrkosten zu, die durch die Erdverlegung entstanden. Daran beteiligten sich auch die Gemeinden Cham und Hünenberg.

Der nicht mehr benötigte 50-kV-Freileitungsabschnitt von Cham Bibersee über Hagendorn zur Kantonsgrenze zum Aargau bei Sins mit einer Länge von 5,2 Kilometern und mit 32 Masten wird in den kommenden Wochen ab Mitte August bis Frühling 2027 zurückgebaut. Sämtliche Materialien werden sachgerecht entsorgt oder teilweise rezykliert.

Am 19. August 2026 feierten die Vertreter des Kantons Zug und der Gemeinden Cham und Hünenberg sowie die Projektbeteiligten der WWZ und der Axpo die Inbetriebnahme der neuen Leitung.

Vollständige Spannungsumstellung im Kanton Zug

Die Stromversorgung des Kantons Zug erfolgt zu einem wesentlichen Teil durch das überregionale Verteilnetz der Axpo. Bereits im Jahr 2016 hatte Axpo die Spannung bei einem Teil ihrer Leitungen im Kanton Zug von 50 auf 110 kV erhöht. Die vollständigen Spannungsumstellung im Kanton Zug ist für Sommer 2027 vorgesehen. Dies setzt die erwähnte neue Kabelleitung zwischen Cham und Sins sowie der Umbau der Freileitung zwischen den Unterwerken Altgass (Baar) und Langacher (Cham) voraus. Beide Projekte wurden inzwischen realisiert.

Spannungsumstellung der Axpo

Axpo baut ihr bestehendes überregionales Verteilnetz sukzessive für den Betrieb von 50 auf 110 kV um. Dadurch kann mehr Strom transportiert und die Netzverluste um bis zu 75 Prozent reduziert werden. In diesem Sinne leistet die Spannungsumstellung einen wichtigen Beitrag zu einem ökologischen und wirtschaftlichen Netzbetrieb. Ein leistungsfähiges und effizientes Stromnetz ist eine wesentliche Voraussetzung für eine auch in der Zukunft zuverlässig hohe und nachhaltige Versorgungssicherheit der gesamten Nordostschweiz.

Axpo Holding AG

Corporate Communications

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