27.10.2026 – Im Mai 2026 fand im Grundwasserpumpwerk Tierfed der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL) eine amtliche Probeentnahme statt. Dabei wurde ein PFOA-Wert festgestellt, der den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Höchstwert überschritt. Die vertiefte Abklärung der Ursachen hat nun ergeben, dass das Grundwasser aus dem Pumpwerk Tierfed einwandfrei ist. Der erhöhte PFOA-Wert von Mai 2026 beschränkte sich auf das Probenahmeventil im Pumpwerk.
Darum geht’s:
Aufgrund des erhöhten PFOA-Wertes entschieden die zuständigen Behörden am 22. Juni 2026 die sofortige Ausserbetriebnahme des Pumpwerks. Die KLL AG setzte dies noch am selben Tag um und stellte die Wasserversorgung auf die Trinkwasserversorgung Linthal (Gemeinde Glarus Süd) um. Die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung blieb damit gewährleistet. Von der Massnahme betroffen waren die direkten Bezügerinnen und Bezüger der KLL sowie die betroffenen Bezügerinnen und Bezüger der Versorgungszone Wald der kommunalen Trinkwasserversorgung Linthal (Gemeinde Glarus Süd). Sie wurden von der KLL über die Umstellung der Trinkwasserversorgung informiert.
Die vertieften Untersuchungen des Grundwassers aus dem Pumpwerk Tierfed haben ergeben, dass das Grundwasser keinen erhöhten PFOA-Wert aufweist. Die Trinkwasserqualität für die Bezügerinnen und Bezüger sowie das Tränkewasser für die Nutztiere war und ist jederzeit einwandfrei. Hingegen wurde im Probenahmeventil des Grundwasserpumpwerks ein erhöhter PFOA-Wert nachgewiesen. Diese Armatur wird zur Entnahme von Trinkwasserproben verwendet und kommt nicht in Kontakt mit dem Trinkwasser für die Bezügerinnen und Bezüger. Das Probenahmeventil wurde mittlerweile ersetzt, beprobt und für einwandfrei befunden. Die Trinkwasserversorgung aus dem Pumpwerk konnte nach behördlicher Freigabe wieder aufgenommen werden.
Die Kraftwerke Linth-Limmern AG sind ein Partnerwerk von Axpo und des Kantons Glarus. Axpo hält 85 Prozent der Anteile, der Kanton Glarus 15 Prozent.
PFOA und PFAS: PFOA (Perfluoroctansäure) gehört zur Gruppe der per‑ und polyfluorierten Alkylverbindungen (abgekürzt PFAS genannt). Diese Stoffe sind sehr beständig in der Umwelt und können sich über längere Zeit anreichern. Häufige Quellen von PFOA sind in der Vergangenheit ausgebrachte Klärschlämme, Löschwasser oder industrielle Emissionen. Ein einmaliger Nachweis erhöhter Werte bedeutet nicht automatisch eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung, erfordert aber Abklärungen, wie die PFOA in die Umwelt gelangte.
Corporate Communications