Unterwerk Etzel startklar: Erhöhte Versorgungssicherheit mit klimafreundlicher Weltpremiere

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23.03.2018 - Nach rund einem Jahr Bauzeit wird heute in Altendorf (Kanton Schwyz) im Beisein von Behördenvertretern das neu erstellte Unterwerk Etzel eingeweiht. Axpo und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben insgesamt 8 Mio. CHF in die neue Anlage investiert, die die Stromversorgung für die Bezirke Höfe und March verstärkt. Bei der Hochspannungsschaltanlage kommt weltweit zum ersten Mal das neue, klimafreundliche Isoliergas g3 zum Einsatz.

Das neue Unterwerk Etzel in Altendorf wird die EW Höfe AG und Energie March Netze AG (EMNAG), die bis anhin jeweils von einem einzigen Unterwerk in ihrer Region bedient werden, zusätzlich versorgen. Die Versorgungssicherheit wird für die Wachstumsgebiete in den Regionen Höfe und March durch die zusätzliche Anlage redundant verstärkt. Das neue Unterwerk ist mit einer Erdkabelleitung in das überregionale 50/110-kV-Energieverteilnetz eingebunden. Dank modernster Technologie und dem Einsatz einer gasisolierten Schaltanlage (GIS), die gegenüber luftisolierten Schaltanlagen weniger Raum in Anspruch nimmt, konnte mit Rücksicht auf die örtlichen Gegebenheiten das Unterwerk Etzel auf relativ kleinem Raum realisiert werden. In dem rund 35 Meter langen, 17 Meter breiten und 7 Meter hohen Neubau ist die gesamte Technik untergebracht. Dazu gehören die Transformatoren, die gasisolierte Schaltanlage sowie die Schutz- und Leitsysteme. Das neue Unterwerk Etzel spart gegenüber einer Freiluftschaltanlage 75% Platz ein.

Beitrag zum Klimaschutz

Die gasisolierte Schaltanlage, in der die eigentliche Stromverteilung erfolgt, geht beim Unterwerk Etzel mit einer besonders klimafreundlichen Weltpremiere in Betrieb. Erstmals weltweit wird zur Isolation der wesentlichen Komponenten bei einer Hochspannungsschaltanlage das neue ökoeffiziente Isoliergas g3 verwendet. Das von General Electric (GE) entwickelte und geprüfte Gas gilt als sichere und klimafreundliche Alternative zum üblicherweise verwendeten Isoliergas SF6. Das g3-Gas hat ein um 98 Prozent geringeres Klimaerwärmungspotential als SF6. Isoliergase sind in den Unterwerken in gekapselten Anlagen eingeschlossen und können nur bei Leckagen entweichen und im Falle des SF6-Gases das Klima belasten. Entscheidend ist daher, beim Betrieb einer Anlage die Verluste unabhängig des Isolationsmediums möglichst gering zu halten. Axpo und EKZ weisen dank des sicheren und umsichtigen Betriebs im internationalen Vergleich bei ihren Anlagen die niedrigste Verlustrate von nur 0.2% pro Jahr auf.

Mit dem Einsatz des ökoeffizienten Gases bei der Hochspannungsschaltanlage Etzel sowie durch die geringe Verlustrate nehmen Axpo und EKZ eine Vorreiterrolle ein mit dem Ziel, die Verwendung von klimafreundlichen Gasen wie g3 bei neuen Projekten für das Stromnetz zu fördern. Die Suche nach innovativen Lösungen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie sowohl bei Axpo wie auch EKZ.

Im Juni 2018 erfolgt die Inbetriebnahme des Unterwerks mit dem 50-kV-Netzanschluss. Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Verteilnetz zur Erhöhung der Übertragungskapazität auf 110 kV umgestellt. Axpo baut ihr bestehendes überregionales Verteilnetz sukzessive für den Betrieb von 50 kV auf 110kV um, um die Energieversorgung den wachsenden Anforderungen der Energiezukunft anzupassen.
Axpo und EKZ betreiben das Unterwerk gemeinsam. Das Unterwerk ist unbemannt und wird zentral über die Netzleitstelle der Axpo in Baden gesteuert.

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