Kernkraftwerk Beznau: Beginn der Jahresrevision von Block 1

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17.04.2020 - Das Kernkraftwerk Beznau (KKB) nimmt heute Block 1 planmässig für etwas mehr als einen Monat für Revisionsarbeiten und für die Durchführung des Brennelementwechsels vom Netz. Damit endet ein Betriebszyklus von mehr als 300 Tagen.  

Die Schwerpunkte der Revision umfassen Instandhaltungsarbeiten, wiederkehrende Prüfungen und Inspektionen sowie die Inbetriebnahme von neuen Systemen. Des Weiteren werden wie üblich integrale Systemtests durchgeführt. Von den insgesamt 121 Brennelementen werden 20 durch neue ausgetauscht. 

Seit dem 10. Juni 2019 produzierte Block 1 kontinuierlich und nahezu störungsfrei mehr als 2.8 Milliarden Kilowattstunden Strom, was dem jährlichen Stromverbrauch von ca. 600‘000 Haushalten entspricht. 

Beim Herunterfahren der Anlage wird aus dem nicht-nuklearen Teil der Anlage über dem Maschinenhaus Wasserdampf sichtbar. Es besteht keine Gefährdung von Mensch und Umwelt.

Während der Revisionsarbeiten werden die rund 460 Mitarbeitenden des KKB von rund 400 externen Fachkräften aus der Region sowie dem In- und Ausland unterstützt.

Gleichzeitig mit der Revision wird mit Blick auf den Langzeitbetrieb auch der Witterungsschutz an der Containment-Kuppel von Block 1 erneuert. Zu diesem Zweck und aus Gründen der Arbeitssicherheit wurde der Kraftwerksblock eingerüstet. Die Arbeiten sind aufgrund der Corona-Krise momentan allerdings unterbrochen. Sie werden insgesamt mehrere Monate dauern. 

Das KKB setzt auch während der Revision die beschlossenen, strengen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus und zum Schutz des Eigen- und Fremdpersonals um. Dies schlägt sich sowohl auf das Zutrittsprozedere als auch auf die Durchführung der Arbeiten nieder. Auf der Anlage befindet sich nur das notwendige Personal. Durch eine angepasste Einsatzplanung ist die in Krisenzeiten notwendige Redundanz geschaffen worden. 

Alle Arbeiten stehen unter der Aufsicht des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI.

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