21.11.2017 | Wie Axpo die Energiezukunft mitgestaltet

Digitalisierung im Vormarsch

Künstliche Intelligenz, Internet of Things, smart- und vernetzt. Digitale Technologien prägen das tägliche Leben und verändern die Gesellschaft nachhaltig – eine Entwicklung, die spätestens mit dem Aufkommen der Smartphones zum Megatrend wurde. So hat sich die Digitalisierung über die letzten Jahre zum omnipräsenten Schlagwort entwickelt. Doch, was steckt eigentlich dahinter?

Der rasant voranschreitende technologische Fortschritt und die Ansprüche der Gesellschaft, alles überall und jederzeit erledigen zu können, bilden einen dynamischen Prozess, dessen disruptive Wirkung die Anforderungen an die Wirtschaft stetig erhöht. Auf Kundenseite entsteht immer mehr Nachfrage nach flexiblen, datenbasierten Dienstleistungen. Der leistungsbeziehende „Consumer" wird zum kooperativen „Prosumer" mit dem Bedürfnis nach Mobilität, Flexibilität und einem hohen Mass an Selbstbestimmtheit im Alltag. Eine Entwicklung, die auch die Energiewirtschaft zunehmend herausfordert. 

Übergang zur „Energiewirtschaft 4.0"

Es findet eine eigentliche „Versmartung" statt: Smart Homes, Smart Cities, Smart Grids. Neue Geschäftsmodelle und Marktteilnehmer durchbrechen etablierte Marktstrukturen. Als Teilnehmer an einem bisher stabil regulierten Markt müssen sich Energieunternehmen innert kurzer Zeit vom zentralen Erzeuger zum agilen, flexiblen und innovativen Dienstleister entwickeln. Die Digitalisierung bietet dabei vielseitige Möglichkeiten, um diese Herausforderung erfolgreich anzugehen. Durch den Einsatz neuer Technologien lassen sich Prozesse flexibler und effizienter gestalten, die Kundeninteraktion vereinfachen und das Serviceangebot um digitale Lösungen erweitern.

Axpo digital unterwegs

Bereits heute arbeitet die Axpo in verschiedenen Bereichen umfassend digitalisiert. Allen voran der Geschäftsbereich Trading und Sales, der als konzernweiter „digitaler Vorreiter" schon in vielen Bereichen auf digitale Lösungen setzt. Neue Technologien und Ansätze wie Robotic Process Automation, Machine Learning, Big Data, Advanced Analytics, Blockchain, aber auch die strategische Nutzung von Clouddienstleistungen werden getestet oder befinden sich bereits in der Einführung. Parallel dazu wird die Digitalisierung der internen Front-to-Back Prozesse in Origination sowie auch im Standardhandel gefördert.

Netzleitstelle in Baden

Auch die Division Netze hat im Bereich Wartung und Instandhaltung von Anlagen Digitalisierungsinitiative ergriffen. Geplant ist, ab 2018 im Rahmen der alle 10 Jahre anfallenden umfangreichen Leitungsinspektion eigene Drohnen einzusetzen, um den Inspektionsprozess effizienter zu gestalten.

Zudem brachten verschiedene Initiativen neue, erfolgsversprechende Geschäftsmodelle hervor, die teilweise schon umgesetzt sind. So bietet beispielsweise die Division Netze mit Axpo WZ Systems krisensichere Festnetz- und Mobilkommunikation an und hat so eine wichtige Dienstleistung geschaffen, um den Sicherheitsbedürfnissen der digitalen Zeit gerecht zu werden. Ausserdem zeigt das Projektbeispiel Elblox (siehe auch nebenstehenden Artikel), dass sich die Axpo vertieft mit neuen Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten im Energiesektor auseinandersetzt. Im Rahmen des Projekts beschäftigt man sich damit, wie eine neue Technologie wie „Blockchain" im Energiehandel eingesetzt werden kann, um den Stromhandel effizienter zu gestalten. Dabei stellt Elblox eine Plattform zur Verfügung, die die Personalisierung des Stroms im dezentralen peer-to-peer-Handel ermöglicht.

Mit neuen Lösungen zum Erfolg

Nur wer die Chancen der Digitalisierung wahrnimmt und mit seinen Kunden und Lieferanten aktiv nach besseren, schnelleren und effizienteren Lösungen sucht,  wird sich einer neuen Energiewelt erfolgreich behaupten können. Kooperationen aller Art werden dafür zentral sein. Für die Zukunft gilt, die weitere digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben, um die Erfolgsgeschichte der Axpo auch in der Energiewelt 4.0 zu sichern.

Das waren noch Zeiten...

Wer diesen Morgen über den Hauptbahnhof Zürich gereist ist, hat es mitbekommen: heute findet der erste nationale Digital Day statt. Die Initiative wird u.a. getragen von Bundespräsidentin Doris Leuthard und ihrem Kollegen, dem Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Der Digital Day Switzerland unterstreicht den digitalen Fortschritt durch die Digitalisierung. In der ganzen Schweiz finden dazu Veranstaltungen statt. Zur Programmübersicht

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