04.10.2019 | Manchmal reicht ein ungewöhnliches Setting, um frische Ideen zu generieren

«Think inside the box»

Normalerweise heisst es «think outside the box», aber an der InCube Challenge musste man wortwörtlich «inside the box» denken. Fünf Studierende haben sich gemeinsam mit Experten der Axpo für vier Tage mit der Frage beschäftigt: «Wie können wir die Verschwendung von Energie in der Stadt stoppen?» Ihr Arbeitsort: Ein Glaskasten mitten in Zürich. 

Im Rahmen der von der ETH organisierten InCube Challenge hatte Axpo als Projektpartnerin die Möglichkeit, für vier Tage gemeinsam mit Studenten der ETH und des MIT an einer Aufgabenstellung zu arbeiten. 

Vorteil für die Studenten: Sie konnten verschiedene Methoden zur Ideengenerierung bis hin zur Umsetzung anwenden und hatten gleichzeitig den direkten Kontakt zu Experten aus dem Business.

Vorteil für Axpo: Ein bekanntes Thema konnte noch einmal von einer ganz anderen Seite beleuchtet werden. Neue Ideen wurden mit Fachwissen kombiniert.

«Ich weiss gar nicht, wer von dem Projekt am meisten profitiert hat. Wir oder die Studenten. Es war unglaublich spannend zu sehen was passiert, wenn man Fachwissen mit neuen Ideen kombiniert und innerhalb kürzester Zeit zu Ergebnissen kommt.»
Martine Graziano, Leiterin Digitale Transformation & Innovation
Design Thinking Methode

Verschiedene Arbeitsmethoden haben den Studenten geholfen, möglichst schnell zu einem guten Ergebnis zu kommen. Eine der wichtigsten war dabei das Design Thinking.  

Donnerstag: Die Studenten bekommen eine erste Einführung ins Thema und die Energiewelt von Axpo

Freitagmorgen: Deep dive. In verschiedenen Interview-Sessions (live und über digitale Kanäle) löchern die Studenten die Axpo Experten mit vorher definierten Fragen um die Problemstellung zu konkretisieren.

Freitagnachmittag: Erste Interviews mit Passanten bringen einen Blick von aussen auf das Problem. Dabei wird schnell klar: Vielen ist gar nicht bewusst, wieviel Energie wir im Alltag verbrauchen.

Samstagmorgen: In der Nacht haben die Studenten verschiedene Annahmen erarbeitet, was die Hintergründe des Problems «Energieverschwendung» sein könnten. Diese werden wiederum mit Passanten vor Ort überprüft und konkretisiert.

Samstagnachmittag. Erst wenn die Studenten sich ganz sicher sind, das eigentliche Problem wirklich verstanden zu haben, geht es an die Formulierung verschiedener Lösungsideen.

Sonntag: Die Ideen werden konkretisiert, angepasst oder verworfen. Dies immer aufgrund des Feedbacks von Passanten und der Social Media Community.

Montag: Die finale Idee steht und muss jetzt noch ausgearbeitet werden für die Präsentation am Abend.

Das Ergebnis

Eines der Hauptprobleme beim Thema Verschwendung von Energie ist die Tatsache, dass sich viele Menschen gar nicht darüber bewusst sind, wo Energie überall benötigtt wird und wieviel Energie sie  direkt aber auch indirekt konsumieren. Daher haben die Studenten die App und Browsererweiterung «Empact» entwickelt. Empact macht sichtbar, wieviel Energie benötigt wurde, bis ein Produkt im Ladenregal steht. Und zwar für Produkte, die wir tagtäglich einkaufen und konsumieren. Die App wurde am 30. September einer Jury präsentiert. Dabei ist das Projekt der Axpo gegen weitere Projekte von Huawei, Hilti und PMI angetreten. Auch wenn «Empact» knapp am ersten Platz vorbeigeschlittert ist, sind am Ende doch alle Gewinner. Sowohl die Studenten als auch die Kollegen der Axpo haben in den vier Tagen der engen Zusammenarbeit viel gelernt… und das mit  viel Engagement, voller Energie und Freude.

Einen Rückblick auf das Projekt kann man in diesem Ausschnitt aus unserer Instagram Story werfen. Die ganze Story gibt es auf dem Axpo Instagram Kanal unter Highlights. 

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