09.12.2021 | CEO Christoph Brand zu Geschäftsergebnis und Strategie für die Zukunft

Axpo Ergebnis: Davon profitiert die ganze Schweiz

Nur eine starke Axpo kann zur Stromversorgungssicherheit der Schweiz und zum Gelingen der Energiewende beitragen. Damit das Unternehmen stark bleiben kann, muss es unabhängiger werden vom Strompreis. Die Strategie von Axpo orientiert sich an diesem Ziel und ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich weitergeführt worden. Davon profitiert die ganze Schweiz.

Die Energiemärkte befinden sich in einem fundamentalen Wandel. Die weltweit angestrebte Dekarbonisierung, die ehrgeizigen Klimaziele der EU, die Schweizer Energiestrategie, der parallel dazu geplante Atomausstieg und die sich ständig ändernden Eingriffe in den Markt stellen alle Akteure vor grosse Herausforderungen. Wie unberechenbar die Situation derzeit ist, zeigen die Verwerfungen an den Energiemärkten im Laufe des Jahres 2021.

Die Energiewende erfordert neue Geschäftsmodelle und macht Speicherung und Handel von Energie noch viel wichtiger als bisher. Dabei darf man sich vom kurzfristig gestiegenen Strompreis nicht blenden lassen. Wie die Preiskurven zeigen, geht der Markt mittel- und längerfristig von einem deutlich niedrigeren Strompreis aus. Umso wichtiger ist es für ein Unternehmen wie Axpo, die Erträge von der absoluten Höhe des unberechenbaren Strompreises abzukoppeln. Eine Erkenntnis, die Axpo aus den vergangenen Krisenjahren ziehen musste. 

Die Abhängigkeit vom Strompreis reduzieren

Die Strategie von Axpo orientiert sich an diesem Ziel. Ein Beispiel sind die Windparkanlagen unserer Tochter Volkswind. Während ein Teil der Parks im Portfolio von Axpo verbleibt, werden andere an Investoren verkauft, um zusätzliche Erträge zu generieren. In diesem Zusammenhang gab Axpo im Juli 2021 den Verkauf von fünf neu gebauten Windparks in Frankreich mit einer installierten Leistung von 74,5 Megawatt bekannt. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir gesamthaft Windanlagen mit einer installierten Leistung von 132 Megawatt erstellt, die Pipeline umfasst weitere 3000 MW. 

Ein anderes Beispiel sind gezielte Investitionen in innovative neue Geschäftsfelder wie grüner Wasserstoff. So planen wir beim Wasserkraftwerk Wildegg-Brugg die grösste Wasserstoffanlage der Schweiz und in Italien erforschen wir gemeinsam mit ABB neue Technologien entlang der gesamten Lieferkette. 

Das internationale Handels- und Kundengeschäft hat auch in diesem Berichtsjahr einen wesentlichen Beitrag ans Ergebnis geleistet. Axpo profitiert beispielsweise davon, dass sie sich frühzeitig als verlässliche und innovative Partnerin im Markt für langfristige Abnahme- und Lieferverträge (sogenannte PPA) von Strom aus erneuerbaren Energien fokussiert und sich in dem Bereich als Marktführerin etabliert hat. Dieser Fokus ist nicht nur finanziell attraktiv, sondern bedeutet für Axpo auch einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende, indem sie Firmenkunden in rund 40 Märkten auf dem Weg in eine CO2-freie Zukunft begleitet. Die Nachfrage nach PPAs wird im Zuge des weltweiten Kampfs gegen den Klimawandel weiter zunehmen.

Basierend auf diesen und weiteren Stärken erzielte Axpo im Geschäftsjahr 2020/21 mit einem bereinigten operativen Ergebnis von 500 Millionen Franken einen guten Abschluss. Dieses Ergebnis ermöglicht uns die Auszahlung einer Dividende von 80 Millionen Franken an die Eigentümerkantone und ihre Bevölkerungen. 

Auslandgeschäft mit direktem Nutzen für die Schweiz

Axpo ist also erfolgreich im Ausland aktiv – mit klarem Nutzen für die Schweiz: Dank diesem wichtigen Beitrag können wir notwendige Investitionen in bestehende Infrastruktur hierzulande tätigen. Seit 2013 haben wir dreimal mehr im Inland investiert als im Ausland. Mehrere Milliarden Franken flossen in den Bestandserhalt der Wasserkraft, in die Stromnetze oder in die Sicherheit der Kernkraftwerke. 

Die Politik hat es nun in der Hand, die Rahmenbedingungen für den Bau von neuen erneuerbaren Anlagen zu verbessern. Wir von Axpo bringen unser umfassendes Know-how und internationale Erfahrung ein und arbeiten konstruktiv an Lösungen mit. In diesem Zusammenhang haben wir im Oktober ein Szenario vorgestellt, wie die Schweiz die Energiewende bei gleichzeitig hoher Versorgungssicherheit erreichen kann. Es zeigt, dass der notwendige Ausbau erneuerbarer Energien möglich ist – wenn Bewilligungsverfahren und Finanzierungsmöglichkeiten dies zulassen.

 

Lesen Sie auch den Geschäftsbericht und die Medienmitteilung zum Ergebnis:

Geschäftsbericht

Medienmitteilung

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