12.02.2026 - Die Vergärungsanlage der Axpo Biomasse AG in Aarberg (BE) richtet ihre Energieproduktion neu aus: Das bisherige Blockheizkraftwerk wurde durch eine moderne Biogasaufbereitungsanlage ersetzt. Sie produziert aus regionalem Grüngut Biomethan, das von Energie Wasser Bern übernommen wird.
Darum geht’s:
In der Vergärungsanlage der Axpo Biomasse AG in Aarberg werden jährlich rund 20’000 Tonnen Biomasse aus der Region zu Strom und Naturdünger verarbeitet. Bisher wurde das dabei entstehende Biogas vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Stromerzeugung genutzt. Dieses Jahr richtet Axpo die Energieproduktion in Aarberg neu aus: Das bestehende BHKW wurde durch eine moderne Biogasaufbereitungsanlage ersetzt.
Energie Wasser Bern übernimmt die gesamte Produktion
Mit der neuen Anlage wird das erzeugte Biogas zu hochwertigem Biomethan aufbereitet. Dieses nahezu CO2-neutrale Gas kann wie fossiles Erdgas verwendet und direkt in das bestehende Gasnetz eingespeist werden. Axpo Biomasse AG und Energie Wasser Bern haben dafür einen Vertrag über die vollständige Abnahme des produzierten Biomethans abgeschlossen. Durch die Übernahme der Produktion aus der Anlage Aarberg erhöht Energie Wasser Bern ihren Anteil an schweizerischem Biogas und leistet so einen Beitrag zur Förderung der schweizerischen Biogasproduktion.
Die Einspeisung erfolgt über die Gasleitung der Seelandgas AG. Damit das Biomethan auch ins Netz des GVM gelangen kann, wird eine Druckerhöhungsstation gebaut. Die bereits vorhandene Gasinfrastruktur am Standort Aarberg ermöglicht eine effiziente optimale Umsetzung des Projekts.
Die Umstellung von der Stromproduktion auf die Einspeisung von Biomethan erlaubt eine insgesamt effizientere Nutzung des Energieinhalts der Biomasse. «So leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zur regionalen Wertschöpfung», sagt Daniel Gobbo, Leiter der Geschäftseinheit Biomasse der Axpo.
«Mit dem Bezug aus der Anlage Aarberg verfolgt ewb konsequent ihre Strategie für eine CO2-neutrale Energiezukunft und stärkt die nachhaltige Versorgungssicherheit», so Marcel Ottenkamp, Leiter Bereich Energiewirtschaft bei ewb.
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