16.01.2026 – Die Kraftwerke Sarganserland AG (KSL) hat für das neue Dotierkraftwerk Mapragg sowohl die Baubewilligung als auch die erforderliche Zusatzkonzession rechtskräftig erhalten. Damit können künftig bislang ungenutzte Restwassermengen zur Produktion von rund 950 Megawattstunden erneuerbarem Strom aus Wasserkraft pro Jahr genutzt werden. Nach einem Bewilligungsverfahren ohne Einsprachen kann das Bauvorhaben nun weitergeführt werden.
Darum geht’s:
Die Kraftwerke Sarganserland AG planen ein neues Dotierkraftwerk beim Ausgleichsbecken Mapragg
Nach dem Erhalt der Baubewilligung und der Zusatzkonzession kann die neue Kraftwerkanlage nun gebaut werden
Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen
Die Kraftwerke Sarganserland AG (KSL) hat für das neue Dotierkraftwerk Mapragg sowohl die Baubewilligung als auch die erforderliche Zusatzkonzession rechtskräftig erhalten. Damit können künftig bislang ungenutzte Restwassermengen zur Produktion von jährlich rund 950 Megawattstunden erneuerbarem Strom aus Wasserkraft genutzt werden. Nach einem Bewilligungsverfahren ohne Einsprachen kann das Bauvorhaben nun weitergeführt werden.
Nutzung bisher ungenutzter Restwassermengen
Wie behördlich verfügt, gibt die KSL bislang ungenutzte Restwassermengen von 200 bis 600 Litern pro Sekunde aus dem Ausgleichsbecken Mapragg unterhalb der Staumauer des Kraftwerks Mapragg direkt in die Tamina ab. Diese Wassermengen werden derzeit nicht zur Stromproduktion genutzt. Mit dem geplanten Bau des neuen Dotierkraftwerks will die KSL dieses Potenzial künftig nutzen und zusätzlichen erneuerbaren Strom erzeugen.
Projektlösung ohne umweltrelevante Auswirkungen
Das Optimierungsprojekt sieht vor, eine der beiden bestehenden Dotiereinrichtungen in der Grundablasskammer der Staumauer des Kraftwerks Mapragg durch eine Turbine zu ersetzen und vollständig in die vorhandene Anlagetechnik zu integrieren. Die zweite Dotiereinrichtung bleibt als Redundanz erhalten, sodass die verfügten Restwassermengen jederzeit gewährleistet sind. Am Wasserlauf und an den Restwassermengen ändert sich nichts; genutzt wird ausschliesslich der Druckunterschied zwischen dem Ausgleichsbecken Mapragg und dem Grundablass. Da sämtliche technischen Komponenten des neuen Dotierkraftwerks innerhalb des bestehenden Kraftwerks Mapragg liegen, bringt das Projekt in der Bauphase keine nennenswerten Umweltauswirkungen mit sich. Auch in der Betriebsphase führt es zu keinen neuen umweltrelevanten Auswirkungen. Die Projektlösung ist sowohl ökologisch wie technisch optimal und leistet einen konkreten Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion in der Schweiz.
Zusätzlicher erneuerbarer Strom – auch im Winter
Durch die Nutzung des Dotierwassers können jährlich rund 950 Megawattstunden erneuerbaren Stroms aus Wasserkraft erzeugt werden – ausreichend zur Versorgung von etwa 200 Haushalten. Rund ein Drittel dieser Strommenge fällt in den winterlichen Spitzenlastmonaten an. Mit einer installierten Leistung von unter 0,3 Megawatt wird das neue Dotierkraftwerk als Kleinwasserkraftwerk eingestuft. Die Investitionskosten belaufen sich auf weniger als eine Million Franken. Insgesamt handelt es sich um eine nachhaltige, zukunftsgerichtete Investition in eine vollständig erneuerbare Stromversorgung.
Bewilligungsverfahren ohne Einsprachen
Die Rahmenbedingungen für das Bauvorhaben wurden im Vorfeld mit dem Amt für Wasser und Energie (AWE) des Kantons St. Gallen abgestimmt. Eine Zusatzkonzession zur bestehenden Hauptkonzession aus dem Jahr 1960 schafft die rechtliche Grundlage für die zukünftige energetische Nutzung des vorhandenen Dotierwassers im neuen Dotierkraftwerk Mapragg. Die durch die politische Gemeinde Pfäfers und das AWE vollzogenen öffentlichen Auflagen der eingereichten Bau- und Konzessionsgesuche blieben ohne Einsprachen; somit liegen der KSL sowohl die Baubewilligung für das neue Dotierkraftwerk als auch die Zusatzkonzession für dessen Betrieb rechtskräftig vor.
Inbetriebnahme 2027 vorgesehen
Mit den erteilten Bewilligungen kann die KSL die Projektplanung weiter vorantreiben. Bei planmässigem Verlauf ist die Inbetriebnahme des neuen Dotierkraftwerks Mapragg im Jahr 2027 vorgesehen.
Die Kraftwerke Sarganserland AG (KSL) ist ein Partnerunternehmen der Axpo Power AG und des Kantons St. Gallen. Axpo hält am Aktienkapital 98,5%, der Kanton St. Gallen die restlichen 1,5%.
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