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Eine starke Energiezukunft braucht Winterstrom aus Windkraft

Axpo hat diese Woche gemeinsam mit Vertretern der Energiewirtschaft, Branchenverbänden und Umweltorganisationen eine Allianz gegen die «Waldschutz-Initiative» und die «Gemeindeschutz-Initiative» gegründet, um den Vorlagen mit Fakten entgegenzutreten. Denn Versorgungs-sicherheit braucht Vielfalt. Auch der Bundesrat empfiehlt die Initiativen zur Ablehnung, da sie den Ausbau der Windenergie in der Schweiz massiv einschränken würden. Damit würde ein wichtiger Beitrag zur Energieversorgung im Winter verhindert und die Versorgungssicherheit der Schweiz geschwächt.

 

In Kürze:
  • Axpo hat gemeinsam mit Vertretern der Energiebranche, Branchenverbänden und Umweltorganisationen eine Allianz gegen die beiden Wind-Verhinderungsinitiativen gegründet. Auch die Umweltallianz lehnt beide Initiativen ab.
  • Die Initiativen würden die Möglichkeiten der Schweiz einschränken, ihre Energieversorgung im Winter mit einheimischer Produktion zu stärken. Der Bundesrat bezeichnet die Waldschutz-Initiative als «faktisches Technologieverbot».
  • Verantwortungsvoller Ausbau statt pauschaler Blockaden: Axpo prüft jedes Projekt nach wirtschaftlichen, ökologischen und regionalen Kriterien.


Axpo hat diese Woche gemeinsam mit Vertretern der Energiewirtschaft, Branchenverbänden und Umweltorganisationen eine Allianz gegründet, um der «Waldschutz-Initiative» und der «Gemeindeschutz-Initiative» mit Fakten entgegenzutreten. Beide Volksinitiativen würden den Ausbau der Windenergie faktisch verunmöglichen – einer Technologie, die für die Energiezukunft der Schweiz und besonders für den dringend benötigten Winterstrom einen wichtigen Beitrag leisten könnte. Wer Windkraft derart grundsätzlich blockiert, gefährdet nicht nur einzelne Projekte, sondern die Versorgungssicherheit der ganzen Schweiz.

Windkraft stärkt die Energieversorgung im Winter

Die Axpo Energy Reports zeigen: Für eine zuverlässige, bezahlbare und emissionsarme Stromversorgung braucht die Schweiz einen ausgewogenen Mix verschiedener Technologien. Windenergie hat dabei einen besonderen Vorteil: Sie produziert den grössten Teil ihres Stroms im Winterhalbjahr und ergänzt so insbesondere die Solarenergie. Die beiden Initiativen würden einen grossen Teil dieses Potenzials blockieren und damit die Möglichkeiten der Schweiz einschränken, ihre Energieversorgung im Winter mit einheimischer Produktion zu stärken.

Technologieverbot ohne zusätzlichen Schutz

Der Bundesrat hat heute die Botschaft zu den Initiativen verabschiedet und empfiehlt beide ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung. Seine Analyse ist klar: Das Waldgesetz schützt den Wald bereits ausreichend – Windenergie ist in den wertvollsten Waldzonen ohnehin ausgeschlossen, was mit der Annahme des Stromgesetztes 2024 gesetzlich verankert wurde. Die Waldschutz-Initiative brächte keinen zusätzlichen Schutz, würde aber durch die verlangte Abstandsklausel von 150 Metern rund 85 Prozent der geplanten Windräder verhindern. Windenergie beansprucht auch bei einem ambitionierten Ausbau bis 2050 lediglich Waldfläche im tiefen Promille-Bereich der gesamten Schweizer Waldfläche. Gemäss Bundesamt für Umwelt wächst die Waldfläche mit ca. 0.2 % pro Jahr und hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Der Wald ist ausreichend geschützt.

Bei der Gemeindeschutz-Initiative hält der Bundesrat fest: Die Mitsprache der Gemeinden ist bereits heute gewährleistet. Ein verfassungsmässiges Vetorecht, wie es die Initiative verlangt, existiert für keine andere Infrastruktur in der Schweiz. Zudem verlangen beide Initiativen über Rückwirkungsklauseln den Rückbau aller Anlagen, die nach dem 1. Mai 2024 errichtet wurden – auf Kosten der Ersteller. Das schafft massive Rechtsunsicherheit und greift in die verfassungsrechtlich garantierte Eigentumsfreiheit ein.

Cédric Aubert, Leiter Windportfolio Schweiz: «Keines unserer Szenarien für eine sichere Schweizer Stromversorgung kommt ohne Wind aus. Die Schweiz hat 2024 Ja zum Stromgesetz mit Windkraft gesagt – diese Initiativen sagen Nein dazu, indem sie einen unverzichtbaren Baustein faktisch streichen.»

Breite Allianz – auch Umweltorganisationen sagen Nein

Der neu gegründete Verein wird präsidiert von Fabienne Thomas, Co-Geschäftsleiterin der aeesuisse, und Jan Flückiger, Leiter Public Affairs beim VSE. Auch alle Mitglieder der Umweltallianz – BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura, Energie-Stiftung, VCS und WWF Schweiz – lehnen beide Initiativen ab. Sie argumentieren, dass die Volksbegehren den naturverträglichen Ausbau der Windenergie stark einschränken und damit die Klima- und Energieziele der Schweiz gefährden.

Axpo: Sorgfältige Prüfung statt pauschaler Blockade

Axpo steht für einen verantwortungsvollen Ausbau der Windenergie. Jedes Projekt durchläuft einen mehrjährigen Prüfprozess mit Windmessungen, umfassenden Umwelt- und Naturverträglichkeitsabklärungen sowie Analysen zu Landschaftsbild, Lärm und weiteren Auswirkungen. Gleichzeitig sucht Axpo frühzeitig den Dialog mit Gemeinden, Behörden, Grundeigentümern, Umweltorganisationen und der betroffenen Bevölkerung.

Nicht jeder Standort eignet sich für Windenergie, und nicht jedes Projekt wird realisiert. Wo die Voraussetzungen hinsichtlich Energieertrag, Umweltverträglichkeit und regionaler Akzeptanz nicht erfüllt sind, wird nicht gebaut. Wo sie erfüllt sind, möchte Axpo einen konkreten Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz leisten.

Mehr erfahren

Axpo Energy Reports

Axpo Energy Report Windenergie

Bundesrat zur «Waldschutz-» und «Gemeindeschutz-Initiative»

Bundesamt für Umwelt: Die Waldfläche der Schweiz

Axpo Holding AG

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T 0800 44 11 00 (Schweiz) 
T +41 56 200 41 10 (International)

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