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Gesamterneuerung des Unterwerks Niederurnen im Kanton Glarus

Axpo errichtet ein modernes Unterwerk in Niederurnen im Kanton Glarus und erneuert die Leitungsanschlüsse. Mit diesen Massnahmen leistet Axpo einen wesentlichen Beitrag zur sicheren und nachhaltigen Stromversorgung in der Region Glarnerland und den angrenzenden Gebieten des Kantons St. Gallen.

 

Darum geht’s:
  • Mit dem Bau des neuen Unterwerks investiert Axpo in eine sichere, nachhaltige und zuverlässige Energiezukunft.
  • Axpo erhöht zudem die Betriebsspannung ihrer Anlagen von 50 auf 110 Kilovolt in ihrem Netzgebiet. Somit werden sämtliche Komponenten inklusive Leitungsanschlüsse umgebaut. Durch die Spannungsumstellung wird die Leistungsfähigkeit des Netzes mehr als verdoppelt.
  • Axpo legt bei der Planung und Umsetzung des Projekts grossen Wert auf innovative, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen.

 

Die Anlagen des Unterwerks sind Teil des überregionalen Verteilnetzes der Axpo. Hier wird die Spannung der elektrischen Energie von 50 auf 16 Kilovolt (kV) transformiert und über das Netz an die lokalen Verteilnetzbetreiber der Gemeinde Glarus Nord und den angrenzenden Gebieten im Kanton St. Gallen übergeben. Das Unterwerk wurde in den 70er Jahren gebaut. Die Anlagenteile haben nun ihr technisches Lebensende erreicht und müssen erneuert werden. Darüber hinaus wird das Unterwerk auf den 110-kV-Betrieb umgestellt, um die Spannung von 50 auf 110 kV zu erhöhen.

Auf dem Gelände entsteht eine neue 110-kV-Freiluftschaltanlage, eine neue 16-kV-Innenraumschaltanlage in einem neuen Gebäude sowie neue Transformatoren. Die Baubewilligung für das neue Unterwerk wurde im Jahr 2025 rechtskräftig. Die Bauarbeiten starten im Frühjahr 2026 und dauern rund drei Jahre.

Nachhaltiger Bau

Bei der Planung der Anlage und Auswahl der Komponenten hat Axpo besonderes Augenmerk auf eine effiziente und nachhaltige Bauausführung für den gesamten Lebenszyklus der Anlagen gelegt. So wird zum Beispiel ein neues Gebäude in Holzbauweise errichtet und die eingesetzten, standardisierten Module (Container) für die Steuertechnik werden nach ihrem Lebensende überarbeitet und erneut eingesetzt. Das Anlagenkonzept hat mehrere Vorteile: Es optimiert die Investitions- und Betriebskosten, ermöglicht einen sicheren Umbau und erfüllt alle erforderlichen Sicherheitsstandards.

Leitungsanschluss

Die Energiezufuhr für das Unterwerk erfolgt über die bestehende 13.1 km lange Zuleitung aus dem Unterwerk Grynau in Uznach (Kt. St. Gallen). Die Leitung wird für den Betrieb von 50 auf 110 Kilovolt umgebaut, wobei die Leitung ab Schänis (Mast 93) bis zum Unterwerk in den Boden verlegt wird. Nach der vollständigen Spannungsumstellung in der Region Glarus wird die bestehende Hochspannungsfreileitung im Bereich UW Niederurnen zurückgebaut.

Zusätzlich wird das Unterwerk Niederurnen über eine neue rund 1.5 km lange 110-kV-Erdkabelleitung angebunden, die von der bestehenden Leitung Grynau-Löntsch ausgeht.

Hinweise für Redaktionen

Unterwerke übernehmen zentrale Aufgaben innerhalb der Stromversorgung. Das Unterwerk Niederurnen dient als Knotenpunkt zur Verbindung mehrerer Leitungen und bildet eine Schnittstelle zwischen den überregionalen und den regionalen Leitungsebenen. Die elektrische Energie wird mittels Transformatoren von der Hochspannungsebene (110 kV) in die Mittelspannungsebene (16 kV) umgewandelt. Die Schaltanlagen steuern und unterbrechen Stromflüsse: Sie schalten Leitungen zu oder ab, leiten Strom um und schützen das Netz vor Überlastungen und Kurzschlüssen – essenziell für Netzstabilität und Sicherheit. Dabei wird zwischen Freiluftschaltanlagen, die Luft als Isolator dient, und gasisolierte Innenraumanlagen unterschieden. Unterwerke sind die Schnittstelle zwischen Stromerzeugung und Verbrauch und damit zentral für die Versorgungssicherheit. 

Axpo Holding AG

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