Energy Voices

Mobilität, Digitalisierung, Infrastruktur: Der Strombedarf steigt. Energie prägt unseren Alltag, ohne geht nichts. Die Schweiz strebt eine CO2-neutrale Versorgung an. Wie schaffen wir das? Journalistin Karin Frei empfängt Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft. Offen spricht sie mit ihnen über Klimapolitik, eine sichere Energieversorgung und was das für uns alle bedeutet. Eine Podcast-Serie von Axpo mit relevanten und kontroversen Stimmen zur Energiezukunft.

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Wasserstoff: Eins, zwei, drei – Bumm?!

Martin Candinas im Gespräch

Teuer und ineffizient sagen die einen. Doch Mitte-Nationalrat Martin Candinas glaubt an die Technologie und will vom Bundesrat wissen, wie die Wasserstoffproduktion gefördert werden kann. Als wichtiger Abnehmer sieht er den Schwerverkehr. Auf die Frage, warum die Bündner nicht nur bei der Wasserkraft, sondern auch beim Wasserstoff führend sein wollen, meint der Nationalrat selbstbewusst: «Als Bündner wollen wir die Nase immer vorne haben.» Im Gespräch mit Karin Frei erklärt er, weshalb H2 als Energieträger wichtig wird.

Martin Candinas ist Nationalrat und Mitglied der Geschäftsleitung der CVP Graubünden, Präsident der LITRA Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr und Vizepräsident der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB). Er ist zudem Fachspezialist für Partner- und Key Account Management der Helsana Versicherungen AG.

Alle Episoden der ersten Staffel

Was viele noch nicht wissen: Aus Küchenabfällen entsteht Energie in Form von Gas, Wärme, Strom und Dünger. Die Energiegewinnung aus Biomasse hat in der Schweiz Potenzial, mit Blick auf die Energiestrategie bleibt sie allerdings ein Nischenprodukt. Ob der extra Anbau von Pflanzen für Biomasse sinnvoll ist und was es mit dem Motto «Teller, Trog, Tank» auf sich hat, verrät Barbara Schaffner, Präsidentin von Biomasse Suisse und glp-Nationalrätin, im Gespräch mit Karin Frei.

Der Atomausstieg in der Schweiz ist gesetzt. Die Generation 4 wäre zwar eine Option, bleibe aber ein Märchen der 50er-Jahren, meint der Geschäftsführer des Schweizerische Energiestiftung SES, Nils Epprecht. Er kritisiert den unbestimmten Ausstiegsplan, denn diese Unsicherheit führe zu einem energiepolitischen Blindflug. Nils Epprecht glaubt nicht, dass die Schweiz ein Speicherproblem hat und will Suffizienz nicht mit Verzicht gleichsetzen. Mehr dazu im Gespräch mit Karin Frei.

​Windkraft wird im Ausland in Windeseile ausgebaut und als eine der wichtigsten Technologien der Zukunft gehandelt. Samuel Leupold, Windpionier und Chairman of Wind Energy bei der Green Investment Group, ist für den Ausbau von Windenergie. Die Schweiz sei allerdings kein Wind-Land und je grösser die Windkraftprojekte sind, desto grösser ist der Widerstand dagegen. Ein marktwirtschaftlicheres Denken wäre hier nötig. Was die Schweiz von den Dänen lernen kann und welchen Auftrag Swissgrid zu erfüllen hat, verrät er im Gespräch mit Karin Frei. 

Die Schweizerinnen und Schweizer sind anspruchsvoll, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft, das weiss Franziska Barmettler, Leiterin Nachhaltigkeit bei IKEA. Für sie steht fest: Auch günstige Möbel können nachhaltig sein. Nachhaltigkeit wird so für alle zugänglich. Dafür braucht es v.a. die richtigen Bedingungen und regelmässige Kontrollen. Wie Nachhaltigkeit bei IKEA gelebt wird, welchen Stellenwert Solarstrom dabei hat und warum mutigere Ansätze gefragt sind, verrät Franziska Barmettler im Gespräch mit Karin Frei.

Im Gebäudebereich braucht es energetische Sanierungen statt Pinselrenovationen und wenn bei Finanzprodukten grün draufsteht, muss auch grün drin sein. Das Tempo der Energiewende ist deutlich zu langsam, ist sich Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, sicher. Die Zielgerade ist erst in weiter Ferne. Welche Rolle Verzicht bei der Energiewende spielt und was die Politik zum Ausbau der Erneuerbaren beitragen kann, erklärt er im Gespräch mit Karin Frei.

Privatvermögen, die nachhaltig investiert wurden, haben sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Die Finanzexpertin Sabine Döbeli freut diese Entwicklung. Es braucht aber noch mehr. Unternehmen müssen umdenken und ihre CO2 Emissionen stark verringern. Und die Finanzindustrie soll bei Anlagen und Produkten transparenter werden. Von wem sie mehr Signale erwartet und wer die Hausaufgaben noch zu machen hat, verrät sie Karin Frei im Gespräch.

Seit Jahrzehnten ist die Wasserkraft das Rückgrat der Schweizer Stromversorgung, doch gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen stellen es zunehmend in Frage. Wasserwirtschaftspräsident Albert Rösti diskutiert mit Karin Frei über steigende ökologische Anforderungen, staatliche Eingriffe in den Strommarkt und die Zukunft der Wasserkraft in der Schweiz.

Für Klimastreik-Aktivist Nico Müller ist die Politik zu träge, wenn es um effiziente Lösungsansätze im Klimaschutz geht. Das CO2-Gesetz ist zu schwach und wird von der Politik als Ausrede verwendet. Wo er die Grenzen zur Radikalität sieht und mit welchen konkreten Massnahmen er der Energiepolitik Dampf machen will, erzählt er im Gespräch mit Karin Frei.

Für den einflussreichen Ökonomen Reiner Eichenberger besteht kein Zweifel: Um im Kampf gegen den Klimawandel wirklich etwas zu bewirken, braucht die Schweiz keine einschneidenden Massnahmen, sondern eine konsequente CO2-Steuer. Die Politik würde damit ein Modell beschliessen, das weltweit als realistisches und finanzierbares Vorbild dienen könnte.

Trend- und Zukunftsforscherin Karin Frick vom Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) spricht mit Karin Frei über die künftige Energieversorgung der Schweiz, die notwendigen politischen Weichenstellungen und darüber, ob wir an der Schwelle zu einem Energie-Wunderland stehen.

Zur Journalistin Karin Frei

Karin Frei ist selbständige Mediatorin und Kommunikationscoach. Sie blickt auf eine über 25-jährige Karriere als Journalistin bei Schweizer Radio und Fernsehen zurück. Unter anderem moderierte und leitete sie für das Fernsehen die Sendung «Der Club» und arbeitete für das Wissenschaftsmagazin «Einstein». Sie war Gastgeberin des Radiotalks «Persönlich» sowie Produzentin verschiedener Radioformate wie der Hintergrundsendungen «Doppelpunkt» und «Forum». Karin Frei spricht im Podcast von Axpo mit ihren Gästen über die Energiezukunft.

Hintergrund zur Podcast-Serie von Axpo

Die Schweiz hat sich eine nachhaltige Energiezukunft zum Ziel gesetzt. In den nächsten Monaten und Jahren müssen entscheidende Weichen richtiggestellt werden. Axpo ist davon überzeugt, dass gute Lösungen nur in einem offenen Dialog entstehen. Um verschiedene Facetten zu beleuchten und deren Bedeutung für uns alle aufzuzeigen, haben wir den ersten Energie-Podcast der Schweiz ins Leben gerufen. Darin kommen profilierte Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft direkt und ungefiltert zu Wort. Die Gespräche führt Journalistin Karin Frei.

Alena Weibel, Head Public Affairs & Media Relations von Axpo, erklärt im Gespräch, warum es diese Podcast-Serie braucht. 

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