Axpo hat am Dreibündenstein in Graubünden die einjährige Messphase für das geplante Windenergieprojekt abgeschlossen. Der 125 Meter hohe Windmessmast wird deshalb in den kommenden Tagen abgebaut. Die erhobenen Daten zu Wind, Wetter und Fledermausaktivitäten werden nun ausgewertet. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Projektplanung und die Beurteilung der Machbarkeit.
Der Windmessmast wurde im Oktober 2025 am Dreibündenstein errichtet. Während eines Jahres erfasste er in verschiedenen Höhen Daten zu Windgeschwindigkeit und Windrichtung sowie weitere meteorologische Messwerte. Die zusätzlichen Erhebungen zu Fledermausaktivitäten dienen dazu, mögliche Auswirkungen eines Windparks auf die lokale Fauna zu beurteilen und geeignete Schutzmassnahmen zu prüfen.
Die Messdaten werden nun mit den Ergebnissen der laufenden technischen und logistischen Abklärungen zusammengeführt. Dazu gehören unter anderem Untersuchungen zu möglichen Transportwegen und zum Netzanschluss. Auf dieser Grundlage wird Axpo die Projektplanung weiter konkretisieren. Die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden, lokalen Partnern und der Bevölkerung bleibt ein zentraler Bestandteil der weiteren Projektentwicklung. Im Frühjahr 2027 informiert Axpo die Bevölkerung der Gemeinden Churwalden und Domleschg im Rahmen von Informationsveranstaltungen über die Ergebnisse der Messungen und die weitere Planung des Projekts.
Am Dreibündenstein wird die Möglichkeit eines Windparks mit bis zu acht Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt geprüft. Bei einer Realisierung könnte der geplante Windpark jährlich rund 65 Gigawattstunden Strom produzieren. Rund 60 Prozent der erwarteten Stromproduktion würden im Winter anfallen.
Mit dem Windmobil informierte Axpo die Bevölkerung der Gemeinden Domleschg und Churwalden am 3. und 4. Oktober 2026 über den aktuellen Projektstand. Interessierte konnten sich in Feldis, Paspels, Almens, Churwalden und Malix vor Ort informieren und Fragen zum Projekt stellen.
Der Windmessmast war mit einem vollständig autonomen Energiesystem ausgestattet. Eine Kombination aus Photovoltaik-Anlagen, zwei kleinen Windgeneratoren und einem Batterie-speicher versorgte die Mess- und Kommunikationstechnik mit Strom. Damit konnte Axpo die Datenerhebung unabhängig von einer lokalen Stromversorgung durchführen.
Die Lösung wurde von der Axpo-Tochter CKW exklusiv für das Projekt Dreibündenstein ent-wickelt. Das Energiesystem und die Messdaten konnten aus der Ferne überwacht werden. Die Technologie ermöglicht Windmessungen auch an abgelegenen und schwer zugänglichen Standorten.
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