Solarenergie bzw. Photovoltaik ist heute die am schnellsten wachsende erneuerbare Energiequelle in der Schweiz. Der Grossteil der Produktion fällt jedoch im Sommer an, wenn die Sonne stark scheint und die Tage lang sind.
Im Winterhalbjahr tragen Solaranlagen weniger bei – pro Anlage oft nur rund ein Viertel des Jahresertrags. Trotzdem kommt durch den starken Zubau bereits heute ein substanzieller Beitrag zusammen, und dieser wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Dachanlagen dominieren den Ausbau, während grössere Freiflächen- oder alpine Anlagen erst langsam an Bedeutung gewinnen. Solaranlagen sind kostengünstig, modular und vergleichsweise schnell zu installieren. Herausforderungen bestehen vor allem bei Netzbelastung, Flächenverfügbarkeit und lokalen Bewilligungsverfahren, doch technische Lösungen wie Speicher oder Lastmanagement bieten zunehmend Entlastung.
Die Solarenergie ist relevant für eine sichere, nachhaltige Stromversorgung. Die hohen Zahlen zum theoretischen Potenzial sind aber irreführend. Nur 25–30 % der Schweizer Solarproduktion fallen in den Wintermonaten an. Zudem ist besonders die so breit akzeptierte kleinteilige Dach-PV sehr teuer pro produzierter MWh Strom. Intelligent ausgebaute Solarenergie ist eine wichtige Ergänzung: neben dem Winterstrom hilft PV im Frühjahr und Herbst, die Speicherseen zu schonen. Die Axpo Energy Reports untersuchen technologieoffen, welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit Solarenergie einen substanziellen Winterbeitrag leisten kann.
Der Ausbau der Solarenergie ist technisch und potenziell sehr gross, aber:
Rund 75 % des Solarstroms fallen im Sommerhalbjahr an. Der Winteranteil liegt nur bei rund 25%, in den kritischen Monaten des meteorologischen Winters (Dez, Jan, Feb) ist es nochmals weit weniger (ungefähr 8%). Trotzdem gehen wir davon aus, dass in beiden Szenarien Solarenergie eine Rolle spielen wird.